In Bearbeitung - Update - Ihr könnt die Infos trotzdem gerne nutzen.


Krankheiten


Wer sich Leopardgeckos anschaffen möchte sollte sich im vorherein schonmal nach einem reptilienkundigen Tierarzt in der Umgebung umschaun.

Irgendwann wird jedes Tier einmal krank und benötigt eine ärztliche Untersuchung.

Normale Tierärzte sind mit der Behandlung von Reptilen oft überfordert und wissen wenig über die Anatomie und die Krankheiten.

Oft wird dann noch einfach herumgedoktert wodurch das Tier mehr Schaden nimmt als nötig wäre.

 

Eine Liste reptilenkundiger Tierärzte könnt findet ihr HIER

 

Ist in eurer Nähe keiner dabei, könnt ihr unter www.gelbeseiten.de Tierärzte in eurem Umkreis heraussuchen und diese dann per Mail oder Telefon über ihre Reptilienkenntnisse ausfragen.

 

Habt ihr einen akuten Notfall und ist euer Stammtierarzt nicht zu erreichen so gibt es eine Notrufleitung wo man euch dann einen Tierarzt in eurer Nähe empfielt.

Weitere Informationen dazu findet ihr HIER

 

© by www.der-leopardgecko.de
© by www.der-leopardgecko.de

Parasiten


Ein Parasit ist ein Organismus, der sich vorübergehend oder dauerhaft in oder an einem Organismus einer anderen Spezies (Wirt) aufhält und teilweise oder ausschließlich auf dessen Kosten lebt.

 

In der Natur herrscht ein natürliches Gleichgewicht zwischen Wirt und Parasit.

Durch Trächtigkeit, usw. kann dieses Gleichgewicht gestört werden. Auf eingeengten Lebensraum (Terrarium) und den Stress der durch Eingriffe von Menschen entsteht wird dieses Gleichgewicht viel schneller und öfter gestört.

Der Parasit nimmt überhand und der Wirt erkrankt.

 

Wir unterscheiden zwischen:

 

Endoparasiten = Innenparasiten

Ektoparasiten = Außenparasiten


Infos zu allen Parasiten bei Reptilien finden Sie hier

 


Innenparasiten


Cryptosporidien

Das Cryptosporidium ist der gefährlichste Erreger und hat schon bei so manchem Züchter für böses Erwachen gesorgt. Meißtens wir er durch ausländische Importe eingeschleppt. Sollte ein Tier erkranken ist es sofort zu separieren denn gegen diese Krankheit gibt es KEIN Heilmittel. Wie sich der Erreger verbreitet ist nicht genau bekannt. Am besten hält man ein erkranktes Tier in einem extra Terrarium in einem gesonderten Raum und verwendet für dieses Tier eigene Pinzetten und Einrichtungsgegenstände.

© by www.reptilientierarzt.de
© by www.reptilientierarzt.de

Es gibt weder ein wirksames Desinfektionsmittel noch

eine andere Möglichkeit ein kontaminiertes Terrarium restlos zu säubern. Der Erreger ist kälte- und hitzeresistent und eigentlich bleibt da nur noch die Entsorgung des kontaminierten Terrariums.

Aber bitte nicht hergehen und das Ding dann noch verkaufen! Damit verbreitet man nur die Krankheit weiter, kann dem Käufer einen immensen Schaden verursachen. HIER mal ein Beispiel!

Weitere Infos unter www.cryptosporidien.de

 

Von den rund 40 Arten sind 2 für den Leopardgecko gefährlich. Einen 100% zuverlässigen Test gibt es nicht, denn die Tests schlagen auch auf ungefährliche Erregertypen an.

Ein Diagnoseverfahren ist die Karbolfuchsin-

Immersionsöl-Methode hier rechts im Bild. Sie wird meißt kombiniert mit dem ELISA Test.

Ein weiteres Verfahren ist der PCR Test, eine DNA Analyse die recht zuverlässig ist, jedoch noch nicht in Deutschland durchgeführt wird. Die Fehlerqote ist hoch denn es kann oft zu falsch-positiven bzw. negativen Ergebnissen kommen. Bei einem positiven Ergebnis kann eine sogenannte Sequenzierung durchgeführt werden um den Erregerstamm genau zu bestimmen oder einen ''Fehlalarm'' zu bestätigen/auszuschließen.


Rundwürmer - Oxyuren

Oxyuren ist die häufigste Krankheit die bei Reptilien vorkommt. Sie bleibt meißt unentdeckt und und ist nicht weiter tragisch. Wenn ein Tier jedoch Krankheits- anfällig oder trächtig ist, reicht eine einfach Magen- verstimmung aus um den Erreger überhand nehmen zu lassen. Darauf folgt Durchfall und Abmagerung des Tieres obwohl es gut frisst. Oxuren sind relativ gut mit Panacur oder Molevac in den Griff zu bekommen.

 


Kokizidien - Coccidia

Kokizidien befallen vorwiegend die Darmschleimhaut sind aber auch in anderen Organen zu finden.

Sie verursachen die Krankheit Kokizidiose und daran erkrankte Tiere haben verminderten Appetit, Durchfall, Gewichtsverlust und leiden an Dehydration.

Die Krankheit kann nur durch den Nachweis von Oozysten in mehreren Kotproben festgestellt werden. Es gibt 2 wirksame Medikamente die alle 48 Std. unter strikter Quarantäne eingegeben werden müssen.


Spulwürmer
Spulwürmer

Würmer

Ein Wurmbefall kommt relativ oft vor und wird erst bei einer Kotprobenuntersuchung entdeckt. In der freien Natur hält sich die Neuinfektion durch das große Verbreitungsgebiet der Leopardgeckos in Grenzen. In Gefangenschaft jedoch kommen die anderen Tiere der Gruppe mit dem Kot der infizierten Tiere in Berührung und stecken sich ebenfalls damit an. Ein Massenbefall zieht eine Komplettreinigung des Terrariums und eine Wurmkur der Tiere nach sich

 

Pentastomiden Eier
Pentastomiden Eier

Es gibt:

Rundwürmer - Nematoden

Pfriemschwänze - Oxyuren

Hakenwürmer - Strongyliden

Zwergfadenwürmer - Strongyloides

Spulwürmer - Askariden

Bandwürmer - Cestoden

Saugwürmer - Trematoden

Zungenwürmer - Pentastomiden


Geisseltierchen - Flagellaten

Flagellaten kann man nur in frischen

Kot-/ bzw. Magenspülproben nachweisen.

Der Erreger verursacht Entzündungen im Magen-/ Darmtrakt, der Harnwege, der Kloake und der Geschlechtsorgane. Bemerkbar macht sich eine Erkrankung durch Durchfall, Abmagerung, Verdauungsstörungen und Probleme bei der Fortpflanzung. Behandelt wird bei strikter Quarantänehaltung mit der Gabe von Antibiotika.


Wechseltierchen - Amöben

Wie beim Chryptosporidium gibt es bei den Amöben diverse Unterarten davon ist jedoch nur eine für Reptilien gefährlich. ''Entamoeba invadens'' verursacht schwere blutige Darmentzündungen, kann über die Blutbahn in andere Organe gelangen und dort ebenfalls für Entzündungen sorgen. Das Ergebnis ist Durchfall, Abmagerung und zu guter Letzt der sichere Tod. Behandelt wird in Quarantäne mit Antibiotika.

 


Ziliaten - Wimpertierchen

Nun kommen wir zu einem relativ harmlosen Erreger.

Ziliaten besitzen einen Saum aus feinen Härchen durch den sie sich fortbewegen und damit Nahrung in sich hineinbefördern. Erst bei einem Massenbefall ist eine Behandlung erforderlich da dieser Durchfall verursacht. Eine Medikamentengabe ist jedoch nicht unbedingt erforderlich da es sich eigentlich nur um eine Magen-/Darmverstimmung handelt. Die bekanntesten Ziliaten bei Leos sind Nyctotherus.

 


Aussenparasiten


Milben

Milben machen sich durch kleine rote oder schwarze Punkte zwischen den Schuppen (meißt in den Achseltaschen oder an anderen Körperöffnungen) bemerkbar. Bei Milbenbefall muss das Tier und das gesamte Terrarium mit einem milbentötenden Mittel behandelt werden. Da Leopardgeckos bei der Häutung die Haut fressen und Feuchtigkeit durch Ablecken der Gegenstände zu sich nehmen muss ein schadstoff- freies Mittel verwendet werden.

 


Mit Blut vollgesogene Zecke
Mit Blut vollgesogene Zecke

Zecken

Zecken kommen heutzutage nur mehr bei Wildfängen vor. Die Zecken kann man relativ leicht entfernen vorausgesetzt sie sitzen nicht an den Augen oder sonstigen empfindlichen Stellen. Zum Herauslösen braucht man eine Zeckenzange oder stumpfe Pinzette die gut greift. Wichtig ist die Zecke nicht zu quetschen damit sie keine Körperflüssigkeiten in die Wunde spritzt. Am besten ist es wenn eine Person den Gecko fixiert und die andere Person umgreift die Zecke möglichst nahe an der Haut. Nun dreht man den Übeltäter unter leichtem Zug solange gegen den Uhrzeigersinn bis sie sich von selbst löst.

 

Wichtig!

Kontrollieren sie den Kopf der Zecke ob das Bohrwerkzeug und die Beine vollständig vorhanden sind. Manchmal bleibt ein Teil der Zecke stecken und entzündet sich. In jedem Falle ist die Wunde zu desinfizieren und bei Komplikationen der Tierarzt aufzusuchen.

 


Sonstige Krankheiten


Rachitis

Eine Rachitis ist eine Knochenerweichung die durch Kalziummangel (Hypokalzämie) entsteht. Der Körper entzieht dem Skelett das fehlende Kalzium und das führt zu einer Entmineralisierung der Knochen. 

Dadurch kommt es zu Brüchen der Gliedmaßen. Die Betroffenen Tiere bewegen sich häufig nur noch robbend auf dem Bauch fort. -> Ab zum Tierarzt


Schwellung hinter den Axillartaschen

Tritt vorwiegend bei gut genährten Weibchen auf und ist eigentlich nicht weiter tragisch. Normalerweise verschwinden diese Schwellungen von selbst, sollten Sie allerdings chronisch werden muss der Tierarzt die Stelle punktieren und die Flüssigkeit untersuchen. Die Ursache dieser Schwellungen ist nicht ganz geklärt.


Verstopfung

Der häufigste Grund einer Verstopfung ist das Fressen von Bodensubstrat welches durch Mineralienmangel hervorgerufen werden kann. Entweder löst sich die Verstopfung von selbst oder der Tierarzt muss nachhelfen. Im schlimmsten Fall hilft nur eine OP.


Verschlucken von Gegenständen

Es kann durchaus vorkommen das mal ein Leo eine künstlichen Pflanze mit einer Echten verwechselt oder sich an Terrariendeko vergreift. Die Stücke sind oft zu groß um wieder ausgeschieden zu werden und es hilft nur eine OP. Als Vorbeugung hilft eigentlich nur gänzliches Weglassen gefährlicher Dekoartikel.

 


Blähungen

Durch zu einseitige oder falsche Fütterung wird die Magen-/ Darmschleimhaut gereizt und es bilden sich Gase. Auch bei zu kühler Haltung kann Dies passieren. In diesem Fall ist ersteinmal eine Diät angesagt und der Tierarzt verschreibt Lactulose damit der Darm leer wird und sich die Schleimhaut beruhigen kann.


Durchfall

Die Gründe für Durchfall könnten unterschiedlicher nicht sein. Im günstigsten Fall ist es nur eine Magenverstimmung durch z.B. falsche Ernährung.

Im schlimmsten Fall jedoch der Vorbote einer schlimmen Krankheit oder Infektion. Das Tier braucht in dieser Zeit verstärkt Mineralstoffe und Flüssigkeit um den Verlust dieser Stoffe auszugleichen.

Hält der Durchfall längere Zeit an ist in jedem Falle ein Tierarzt aufzusuchen. Das Mitbringen einer Kotprobe erleichtert und beschleunigt die Diagnose enorm.


Erbrechen

Das Erbrechen halb verdauter Nahrung muss nicht unbedingt heißen das das Tier krank ist. Manchmal neigen Leopardgeckos dazu sich zu überfressen und geben einen Teil der letzten Mahlzeit wieder von sich. Durch zu kalte Haltung kann die Verdauung ebenfalls gestört werden und es kommt vermehrt zu Erbrechen. Kommt dies öfter vor und stimmen die Temperaturen liegt eine Erkrankung vor die der Tierarzt untersuchen muss. Frisch Erbrochenes kann man relativ gut auf Krankheitserreger untersuchen.


Übergewicht

Wenn man zuviel fetthaltige Insekten füttert schlägt das irgendwann auf die Linie. Dies wird als erstes am Schwanz sichtbar. ''Normal'' genährte Leopardgeckos haben einen Schwanz der etwas dicker als der Schwanzansatz ist aber bei Übergewichtigen Tieren ist dieser deutlich dicker. Wie bei uns Menschen sind die Pfunde recht schnell oben aber diese wieder runterzubekommen gestaltet sich schwieriger als erwartet. Da hilft nur eine eiserne Diät ohne Würmer.


Verletzungen

Eine Verletzung entsteht meißt durch Raufereien aber auch durch den Paarungsbiss, scharfe Einrichtungs- gegenstände oder andere Haustiere (Katzen).

Ist diese nur oberflächlich (siehe Foto) muss man sich keine Sorgen machen denn sowas heilt von ganz alleine zu. Sind aber große, blutende Wunden vorhanden muss man das Tier separieren, auf feuchtem Zewa halten und einen Tierarzt aufsuchen der die Wunde versorgt. Verschmutzte Wunden unbedingt ausspülen -> Infektionsrisiko.


Verbrennungen

Diese entstehen durch zu heiße Wärmespots, nicht ausreichend gesicherte Elektroinstallation oder defekte Heizmatten/Kabel. Die heißeste Stelle im Terrarium darf die 40C° nicht übersteigen. Wärmeerzeugende Lampen müssen außer Reichweite der Tiere installiert werden oder durch ein Gitter gesichert werden. Leichte Verbrennungen kann man mit Lebertransalbe behandeln. Schwerwiegende Verbrennungen muss auf jedenfall ein Tierarzt behandeln.

Meißt verheilen solche Verletzungen recht gut jedoch nicht ohne spätere Narbenbildung.


Abszesse

Durch Hautverletzungen können Keime ins Gewebe eindringen. Wenn die Verletzung abheilt, bildet sich aus den Keimen ein Abszess. Bei Reptilien ist das Eiter nicht flüssig, sondern verkapselt sich als wachsartige Substanz im Gewebe und wird größer. Letztenendes bleibt nur eine operative Entfernung des Abszesses bevor dieser das Tier beeinträchtigt oder schädigt. Das abgebildete Tier wurde vom Besitzer in einer Schiebetür eingeklemmt. Es warf den Schwanz ab und hatte einen Darmvorfall. Eine Tierfreundin rettete ihn und brachte ihn zum Tierarzt wo er operiert wurde.



Häutungsprobleme

Manchmal klappt diese Häutung nicht so richtig und es bleiben Hautreste an der Schwanzspitze oder den Zehen zurück. Im Normalfall gehen diese Hautreste einige Tage später von selbst ab. Sollten Diese jedoch Extremitäten abschnüren, muss man sie unbedingt entfernen da es sonst zum Verlust der betroffenen Körperteile kommen kann. Am Besten weicht man die Hautreste mit Wasser oder Vaseline ein. Sollte Dies nicht funktionieren kann man den Gecko in einer Schüssel mit etwas lauwarmen Wasser baden. (Aber nicht ertränken) Danach zieht man die Hautreste vorsichtig mit einer stumpfen Pinzette ab. Sie sollten ganz leicht abgehen also bitte nicht zu fest daran ziehen um das Tier nicht zu verletzen.

 

Wichtig!

Geht der Hautrest trotz allen Versuchen nicht ab, suchen sie bitte sofort den Tierarzt auf damit dieser den Übeltäter entfernt und damit den Verlust der abgeschnürten Gliedmaßen verhindert.


Schwanzabwurf

Leopardgeckos haben die Möglichkeit bei Gefahr ihren Schwanz abzuwerfen.

Dieses Verhalten wird als Autonomie bezeichnet.

Er wächst dann binnen weniger Wochen wieder nach, jedoch ohne Knochen und meistens nur verkürzt oder rübenförmig.

Wirft ein Leopardgecko seinen Schwanz ab verliert er damit einen Großteil seines Energiespeichers und muss sehr viel Kraft aufwenden um diesen schnellstmöglich nachzubilden. Am besten ist es das Tier in dieser Zeit einzeln zu halten und es besonders reichhaltig zu ernähren bis der Schwanz nachgewachsen ist. Ebenso sollte man mit betroffenen Weibchen in dieser Zeit nicht züchten.

 

© by http://leoparddrachen.jimdo.com/



Kotprobenversand


Liegt ein Verdacht auf Parasitenbefall vor sollte man eine Kotprobe in ein geeignetes Labor einschicken. Dort wird dann die gewünschte Untersuchung durchgeführt und einem das Ergebnis zugesandt.

Manche Parasiten sind relativ empfindlich und sterben nach kurzer Zeit außerhalb des Wirtes ab. Deshalb sollte eine Kotprobe relativ frisch sein wenn diese eingesandt wird. Man darf hier nicht vergessen das die Probe unter Umständen mehrere Tage mit der Post unterwegs ist und danach im Labor auch noch einige Zeit liegen kann bevor sie untersucht wird.

 

Folgendes gilt es bei einem Probenversand zu beachten:

  • möglichst frischen Kot (ohne diesen weißen Harnsäureklumpen) sammeln
  • je größer/frischer die Menge desto aussagekräftiger der Befund
  • Luftdichte sterile Sammelbehälter halten den Kot länger frisch
  • für jede Kotprobe ein neues Sammelgerät verwenden
  • Proben bis zum Versand kühl lagern
  • Bruchsichere Sammelbehälter verwenden
  • Zum Versand eignen sich hervorragend Luftpolsterumschläge
  • falls verlangt das Einsendeformular ausfüllen und beilegen
  • ein kurzer Bericht zum erkrankten Tier kann bei der Diagnose helfen
  • Falls eine Probe mal zu trocken ist kann man diese mit einem Tropfen sterilem Wasser (Tierarzt) anfeuchten.
  • Verstorbene Tiere die untersucht werden sollen sofort und ohne vorheriges Einfrieren zur Untersuchung einsenden.
  • Sammelproben sind zwar günstiger jedoch erhöhen sie das Risiko einer Falschdiagnose und verursachen oft Falsch-positive/negative Befunde.
  • Für den Cryptosporidientest braucht man möglichst viel Kot. Man kann die Proben kurzzeitig einfrieren da der Erreger sehr kälteresistent ist.

 

Richtig

Die Röhrchen sind sind fest verschlossen und so verpackt das nichts austreten kann.

Nun steckt man das Ganze nur noch in einen Luftpolsterumschlag fügt einen Vorbericht und den Untersuchungsauftrag bei und sendet es an das vorher ausgewählte Labor zur Untersuchung.

Falsch

Die Kotproben sind vertrocknet und das Gefäß ist nicht richtig verschlossen.

Außerdem befinden sich Zewareste, Sand und Harnsäure im Behälter welche die Proben verschmutzen. Es wird ein normaler Briefumschlag verwendet der letztendlich durch die Frankiermaschine beschädigt werden würde.

 

Download
Auftragsformular für Medizinische Uni Wien
Auftragsformular Wien.pdf
Adobe Acrobat Dokument 7.4 KB

Download
Auftragsformular für Dr. Kornelis Biron in Düsseldorf
Auftragsformular Dr. Biron, Düsseldorf.p
Adobe Acrobat Dokument 251.0 KB

Download
Auftragsformular für Laboklin in Bad Kissingen
Auftragsformular Laboklin.pdf
Adobe Acrobat Dokument 171.3 KB

Meine Vorgehensweise bei Neuzugängen


Wenn ich einen Neuzugang habe gehe ich wie folgt vor:

- Tier in Quarantäne setzen
- 1 Woche warten und das Tier auf Abnormalitäten beobachten
- frischen Kot zur Untersuchung zum Tierarzt bringen

 

Bei positiven Befund vom Tierarzt:

- Tier nach Anweisung behandeln bis keine Parasiten mehr nachweisbar sind

- 1-2 Wochen warten bis alle abgetöteten Parasiten ausgeschieden sind

- Kot sammeln und zur Untersuchung auf Endoparasiten und zum PCR auf Cryptosporidien in das Labor nach Wien schicken


Bei negativem Befund vom Tierarzt:
- erneut Kot sammeln und zur Untersuchung auf Endoparasiten und zum PCR auf Cryptosporidien nach Wien ins Labor schicken

 

Bei negativem Befund aus Wien:

- nochmals 1 Woche warten und das Tier danach umsetzen

 

Bei positivem Parasitenbefund aus Wien:

- Bei positivem Parasitenbefund nach Anweisung vom Tierarzt behandeln

 

 

ACHTUNG!!!
Bei positivem Cryptosporidienbefund aus Wien!!!
 
Bei einem positiven Cryptosporidienbefund bekommt man in der Regel einen Anruf vom Labor ob eine sogenannte Sequenzierung (Bestimmung des C+ Stammes) gewünscht wird. Diese ist anzuraten, da nur zwei der über 40 Cryptosporidienarten für Leopardgeckos tödlich sind.
Das Labor bestimmt dann für ca. 20 Euro welche Cryptoart es genau ist.
Ist es eine behandelbare Art, unbedingt den Tierarzt aufsuchen zwecks Behandlung.

Ist es jedoch C. serpentis, C. saurophilum ist das Tier unheilbar krank.

Hat man bis zur Diagnose keine strikte Quarantäne eingehalten, ist ggf. der gesamte Bestand infiziert!

 

Daher führt man die Quarantäne in der Regel auch in einem gesonderten Raum durch ohne Kontakt zu dem vorhandenen Bestand.

Ebenso nutzt man gesonderte Pinzetten, Sprayflaschen, Zewarollen, Einrichtungsgegenstände und vorallem Einweghandschuhe!

 


Medikamenteneingabe


Die Verabreichung eines Medikaments gestaltet sich recht einfach.

Flüssigmedikamente in geringer Dosis träufelt man tröpfchenweise auf die Mauspitze. Das Tier wird diese dann von selbst ablecken. Klappt dies trotz allem nicht oder ist die Dosis höher, kann man die Menge mit einer Spritze in ein Futterinsekt injizieren.

Frisst das Tier nicht mehr hilft nur die gleiche Methode wie bei der Zwangsernährung (siehe unten).

 

Medikamente in Pulverform oder zerstossene Tabletten sind am leichtesten zu verabreichen und sorgen für den geringsten Stress beim Tier.

Man muss damit nur die Futterinsekten panieren und es wird einfach so mitgefressen.

Bei mehrtägiger Behandlung einfach nur die Fütterungsmenge anpassen und etwas weniger, dafür öfter füttern.

 


Zwangsernährung


Eine Zwangsfütterung wird manchmal notwendig wenn ein Tier nicht mehr frisst und abmagert.

Da so etwas nicht ohne Grund passiert sollte man erst einen Tierarzt konsultieren der der Sache auf den Grund geht. Manchmal ist das Maulinnere entzündet oder ein Parasitenbefall liegt vor.

Ist das Tier gesund und keine Krankheit festzustellen kommt man um eine Zwangs- ernährung nicht herum. Ansonsten würde das geschwächte Tier irgendwann eingehen.

 

Im vorherein sollte man jedoch nichts unversucht lassen das Tier zur Nahrungsaufnahme zu bewegen. Manchmal reicht es schon dem Tier ein zerdrücktes Insekt ins Maul zu legen oder eine zerquetschte Wachsmade vorzuhalten damit es wieder frisst.

Bleiben alle Versuche erfolglos hilft nur mehr die radikale Methode.

 

Der Tierarzt kann einem dafür eine konzentrierte Futterpaste mitgeben oder man zerquetscht Insekten und füllt diese in eine schlanke Einwegspritze (ohne Nadel).

Ist Dies geschehen nimmt man den Gecko, fixiert Diesen mit einer Hand und öffnet ihm mit der Spitze das Maul. Danach führt man die Spritze soweit ein, dass Sie sich im Halsraum befindet.

Keine Angst der Gecko verschluckt sonst weitaus größere Sachen und so eine dünne Spritze ist da kein Problem.

Tja nun muss man nur noch den Inhalt auf 1 oder 2 mal in den Geckohals quetschen.

Das Ganze sieht schlimmer aus als es letztlich ist und ist in ein paar Minuten geschehen.

 

Vorsicht!!!

Manchmal wehrt sich das Tier gegen die Prozedur und weigert sich das Maul zu öffnen. Setzen sie in diesem Falle das Tier zurück und versuchen Sie es später noch einmal denn der dadurch entstehende Stress kann tödlich sein!!!

 

Eine weitaus stressärmere Methode ist es die Lösung tropfenweise auf die Nasenspitze zu geben, das Tier leckt diese dann einfach ab. Jedoch ist diese Fütterungsmethode recht zeitaufwendig und man braucht viel Geduld.