Wie hat so ein Leopardgeckoterrarium auszusehen?
Ganz einfach! Möglichst naturnah!


Natürlicher Lebensraum


In der freien Natur leben Leopardgeckos auf relativ festem, felsigem, erdigem Untergrund und diesen gilt es im Terrarium nachzubilden. Losen Untergrund finden sie unangenehm, weil sie  darin einsinken und in Folge Gelenkprobleme bekommen. Trotzdem kommt dieser in der Natur vor und wird wenn nötig auch betreten.


Tagsüber hält sich der nachtaktive Bodenbewohner in feuchten und trockenen Erdhöhlen, Felsspalten und unter Steinen auf. Bei Anbruch der Dunkelheit verlässt er sein Versteck und begibt sich auf Nahrungssuche. Ein Leopardgecko Terrarium braucht also die passende Einrichtung, um den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.


Naturnaher Bodengrund


Es gibt es mehrere Möglichkeiten einen leopardgeckogerechten Untergrund zu schaffen. Diesen muss man unter Umständen an das jeweilige Tier anpassen um dieses nicht zu gefährden. Was damit gemeint ist, erfahrt ihr weiter unten.

Der natürliche Untergrund ist erdig-sandig, mehr fest als lose, mit Geröll und Gestein durchsetzt und bewachsen mit kleinen Büschen und kargem Gras.
Unsere Lüneburger Heide ist wohl der passende Vergleich dazu.

Was brauchen wir also als Bodengrund? 
Erdartigen Sand mit Steinen, Ästen und das Ganze mittelfest in der Konsistenz.
In Frage kommt hier nur ein einziges Produkt auf dem Markt, es sei denn man hat diesen Bodengrund vor der Haustür.

 

Terrarienerde

Die Firma Lucky Reptile bietet das grabfähige Substrat ''Desert Bedding'' an. Dabei handelt es sich um feine Erde gemischt mit Lehmpulver und Farbpigmenten. Auch größere Erdstückchen sind enthalten. Erhältlich in Beige und Outback Rot, kommt dieses Substrat dem der natürlichen Umgebung sehr nahe, trotzdem sollte man noch Lehmpulver beimischen, ihn feucht verarbeiten und öfter besprühen, sonst staubt er und wird irgendwann locker.


Alternativen zur Terrarienerde:

Sand war früher immer erste Wahl für Leopardgeckoterrarien mangels Alternativen. Sand ist jedoch nicht gleich Sand, denn Quarzsand z.B. ist scharfkantig und kann bei Aufnahme innere Verletzungen verursachen. Aus diesem Grund sollte der Sand rundkörnig sein!
Geeignete Sandarten sind:

Spielsand

Die billigste Variante des Bodengrunds ist Spielsand aus dem Baumarkt. Dieser ist leicht zu bekommen und erfüllt seinen Zweck. Spielsand ist, wie abgebildet beige gefärbt und meistens rundkörnig, aus Sicherheitsgründen, um Kinderhände nicht zu zerschneiden. Aber bitte trotzdem darauf achten das auf der Verpackung ''Rundes Korn'' steht! Und bitte verwechseln Sie beim Kauf nicht Spielsand mit dem hellgrauen Quarzsand!

Terrariensand

Etwas teurer als Spielsand und in verschiedenen Farben erhältlich. Von weiß bis schwarz ist alles möglich, jedoch sind Farbsande oft gefärbt und können abfärben. Terrariensand kostet ca. 1,50 Euro je kg und es gibt ihn auch als Fertigmischung, versetzt mit Lehmpulver, wovon oft viel zu wenig drin ist.

Calziumsand

Calciumsand wird aus zerriebenen Muschelschalen gewonnen und besteht somit aus Calcium. Er ist voll verdaubar, aber sollten Geckos ihn in Massen aufnehmen, sorgt er genauso für Verstopfung wie normaler Sand. Die Körnung der meißten Calciumsandarten ist perlenartig und daher ist er ungeeignet, weil er so nicht verfestigt werden kann.
Empfehlen kann ich hier nur ein Produkt:

Kaufempfehlung:

Es gibt eine Art von Calziumsand, die sehr fein ist und zwar Repilite von der Firma Blue Iguana. Prodiziert für die Aquaristik, geeignet für die Terraristik und in vielen Farben erhältlich. Diese Sandart lässt sich sehr gut mit Lehmpulver vermischen und  so extrem verhärten. Im losen Zustand verdreckt er schnell mit Kotresten und trocknet die Geckohaut aus.
Darum bitte nur in Verbindung mit Lehmpulver anwenden.

Lehmpulver - der nötige Festiger
Sand aller Art, ob Spielsand oder Fertigmischung sollte auf jeden Fall nochmals mit Lehmpulver vermischt, angefeuchtet und dann im Terrarium festgedrückt werden. Nur so entsteht ein sicherer, nicht zu weicher Untergrund für die Tiere. Erhältlich ist Lehmpulver auf Messen, im Fachhandel (Baubedarf, Zoohandel) oder über das Internet (Ebay, Terraristikshops, ...) Oft wird es günstig als natürlicher Baustoff vertrieben oder als Tonpulver im Bastelbedarf. Die gängigen Farben sind rot, beige und gelb. Aber auch weiß und schwarz gibt es, was den Sand auch umfärbt. 

Das richtige Mischungsverhältnis ist:
10:1 = grabfähig, 8:1 = leicht grabfähig, 5:1 = hart wie Beton (Sand : Lehmpulver).
Beispiel: 25kg Sand, 5kg Lehmpulver für eine 5:1 Mischung

Mit dieser Mischung kann man ganz leicht Sandlandschaften im Terrarium gestalten und den Tieren damit tolle Höhlen und Verstecke bauen. Bei 5:1 Mischungen ist eine Substrathöhe von 5cm ausreichend.
Wer eine grabfähige Mischung verwendet, sollte 10 -15cm Sand- Lehmgemisch einfüllen.


Bodengrund für spezielle Leopardgeckos


Sooo, das wäre es an dieser Stelle schon gewesen mit den Untergründen, wenn da nicht ein paar Spezialisten unter den Leopardgeckos wären...
Wir wissen dass Leopardgeckos in der freien Natur ihren Mineralienbedarf durch Futter und die geringfügige Aufnahme von Bodengrund decken.

Hat ein in Gefangenschaft lebendes Tier nun einen solchen Mangel, wird es sich völlig natürlich verhalten und Bodengrund fressen wenn keine Mineralienquelle zur Verfügung steht. Die Schale mit Calcium reicht da oft nicht denn es gibt noch mehr wichtige Mineralien die so ein Reptil braucht.

Was macht der Leopardgecko also? -> Er frisst Bodengrund.  
In kleinen Mengen ist das auch nicht schlecht, sofern man rundkörnigen Sand verwendet hat. Ist dieser scharfkantig wie z.B. Quarzsand, schlitzen die Sandkörner den Verdauungstrakt auf und verletzten das Tier massiv, so dass es innerlich verblutet.
Bitte passt bei Verwendung von Sand ganz besonders gut auf. So manch einer erlebte schon das böse Erwachsen als er farbigen Terrariensand kaufte und ihm dieser beim Verteilen im Terrarium die Finger aufschlitzte... Auch Terrariensand ist nicht immer rundkörnig, selbst wenn der Leopardgecko drauf abgebildet ist.

Das Sand fressen kann übrigens sogar psychosomatisch werden so dass das Tier sofort bei Sandkontakt anfängt diesen zu fressen. Solche Tiere sind nicht heilbar und man muss ihnen den sandigen Bodengrund komplett entziehen damit sie weiterleben können.
Manchmal steckt hinter dem Fressen von Bodengrund auch ein erblich bedingtes Problem. Es gibt Tiere die können schlecht Calcium verwerten und bei solchen hilft auch keine vermehrte Gabe von Mineralien um das Sand fressen zu unterbinden. Es hilft hier nur der Verzicht auf Sand jeglicher Art und auch auf Kokoshumus weil das dann alternativ gefressen wird.
Das abgebildete Tier hat sehr viel Sand gefressen, dadurch Verstopfung bekommen und ist schließlich qualvoll daran verendet. 


 

Fliesen

Eine beliebte Variante der Terrarieneinrichtung ist es, Fliesen zu verlegen. Diese sind hygienischer und müssen nicht getauscht werden. Außerdem können Leopardgeckos dort nicht graben und die Gefahr des Sandfressens ist auch gebannt. Als Unterbau bietet sich Styrodur/ Styropor an, worauf die Fliesen mit Aquariensilikon oder Flex-Fliesenkleber geklebt werden. Der Dämmstoff hält den Sonnenplatz Abends länger warm und reduziert die erforderliche Wattstärke des Wärmespots um etwa 20 Watt.  Das spart natürlich ordentlich Strom :-)

Gut geeignet sind Fliesenmatten aus Marmorbruch, die es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Die Steine sollten nicht scharfkantig sein. Der Preis pro Matte (30x30cm) beträgt ca. 4,99 Euro und Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich. Günstiger bekommt man die Fliesenmatten bei Ebay für etwa 2,99 Euro/ Stück. Verfugt werden die Fliesen mit handelsüblicher Fugenmasse (z.B. Knauf Fugenbunt) oder Flex Fliesenkleber. Auch Lehmpulver oder Sand kann man hier verwenden, beides wird jedoch mit der Zeit locker und fällt heraus. Fliesen sind leicht zu reinigen und als Buddelmöglichkeit dient immer noch die Wetbox. Will man zusätzliche Grabstellen anbieten, fliest man nur teilweise und kombiniert einfach mit Sand/ Lehm oder Terrarienerde. Fliesen sind gut, jedoch KEIN natürlicher Untergrund!

Sand-Fliesenkleber
Mischt man Sand oder Terrarienerde mit Fliesenkleber, kann man wundervoll harte Landschaften gestalten.
Trocknet das Gemisch aus, ergibt sich eine rissige Landschaft ohne gefährliche Sandkörner. Für den farbigen Touch, mischt man einfach noch Abtönfarbe, Farbpartikel oder farbiges Lehmpulver bei.


Wichtige, unerlässliche Einrichtungsgegenstände!


Wetbox / feuchte Höhle

Ein sehr wichtiger Teil der Einrichtung ist die Wetbox, in die sich die Tiere am Tag, während der Häutung oder sogar zur Eiablage zurückziehen können. Eine Wetbox kann man leicht selbst herstellen. Hierzu eignen sich Plastikboxen aller Art (Tupperware, alte Eisboxen etc.) die mind. eine Höhe von 8 cm aufweisen. In den Deckel der Box bohrt oder schneidet man ein Loch, durch welches sich der Gecko leicht hindurchzwängen kann und füllt die Box schließlich zu 2/3 mit Substrat.

 

Besonders gut geeignet ist Kokoshumus, welcher im Zoohandel in getrockneter Form erhältlich sind.
Sphagnum Moos ist weniger gut geeignet, denn falls die Geckos es versehentlich fressen, können sie davon lebensgefährliche Verstopfung bekommen.

Das Substrat feuchtet man mit reichlich Wasser an und presst es danach in der Hand aus, bis kein Wasser mehr austritt. So ist die Feuchtigkeit ideal und für die Geckos angenehm. Danach einfach in die Box füllen, Deckel drauf und ab damit ins Terrarium oder die Quarantänebox.
Das Substrat muss dann ggf. nachgefeuchtet werden wenn es zu trocken wird.

Wem die Sichtbarkeit der Box nicht gefällt, der kann diese mit Steinen, Ästen, Rinde oder Kork verdecken oder man bastelt aus Styropor und Fließenkleber eine Hülle im Felsdesign passend zur Rückwand.

 Im Handel sind natürlich auch fertige Wetboxen mit Deko- Oberfläche erhältlich.

Besonders gut geeignet ist Kokoshumus, welcher im Zoohandel in getrockneter und gepresster Form und in verschiedenen Größen erhältlich sind. Den ''Ziegel'' legt man in einen Eimer und füllt diesen ungefähr mit der doppelten Menge Wasser wie die Größe des Ziegels und lässt dies aufsaugen. Der Ziegel quillt dann auf und bröselt außen ab. Wenn er innen noch trocken ist, einfach Wasser nachfüllen. Danach kann man ihn mit der Hand zerbröseln und ihn in feuchtem Zustand im geschlossenen Eimer aufbewahren.

Die korrekte Feuchte besitzt das Substrat, wenn man eine Hand voll nimmt und dieses zusammendrückt. Tropft kein oder kaum Wasser heraus, ist es richtig. Danach einfach in die Box füllen, Deckel drauf und ab damit ins Terrarium oder die Quarantänebox. Das Substrat muss dann ggf. nachgefeuchtet werden wenn es zu trocken wird.

Sphagnum Moos ist als Substrat weniger gut geeignet. Falls die Geckos es versehentlich fressen, können sie lebensgefährliche Verstopfung bekommen.
 

Wem die Sichtbarkeit der Wetbox nicht gefällt, der kann diese mit Steinen, Ästen, Rinde oder Kork verdecken oder man bastelt aus Styropor und Fließenkleber eine Hülle im Felsdesign passend zur Rückwand.

 Im Handel sind natürlich auch fertige Wetboxen mit Deko- Oberfläche erhältlich.

Kaufempfehlung: Zoomed Repti Shelter oder Eurozoo Hiding Shelter
Klein für 1 Tier und mittel für 2-3 Tiere, (groß ist nur für größere Reptilien geeignet)
Diese kann man mit Lackspray  und Sand farblich verändern, falls einem die Optik nicht gefällt.
Meine Tiere nutzen diese sehr gerne zur Eiablage, weil sie schön eng sind. Allerdings trocknet die small Version schnell aus und muss oft nachbefeuchtet werden.


Trockene Höhle

Ebenso wie die Wetbox brauchen Leos trockene Rückzugsorte in verschiedenen Temperaturzonen.

Man kann Höhlen in der Rückwand einbauen oder Kokosnusshälften, Blumentöpfe und Steinplatten verwenden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.


Wasserschale

Jedes Lebewesen braucht Wasser zum überleben. Leopardgeckos nehmen den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über das Futter und durch Ablecken des Morgentaues von Gegenständen auf. Trotzdem sollte man den Tieren eine Wasserquelle zur Verfügung stellen und diese täglich frisch befüllen. Kalkrückstände kann man mit heißem Essigwasser reinigen.


Futterschale

Diese ist eigentlich weniger wichtig und kann sogar weggelassen werden, wenn man richtig füttert.
Futterschalen eignen sich für Mehlwürmer, Zophobas und Schaben. Um ein Entkommen zu vermeiden, gibt es eine praktische Lösung im Handel. Eine Futterschale mit aufsetzbaren Ring. (siehe Foto)


Schale mit Calciumpulver

Zur Deckung des Calciumbedarfes bietet man den Geckos eine Schale Calciumpulver an. Sie sollte stets etwas gefüllt sein! Viele Leopardgeckos mögen den Beigeschmack von Sephia nicht und fressen es in Folge nicht.

Kauftipp: Trixie Calcium mikrofein = geruchslos, Calciumcarbonat oder Calciumcitrat aus der Apotheke


Thermometer und Hygrometer

Ein Hygrometer zur Messung der Feuchtigkeit im Terrarium ist unnötig und kann weggelassen werden.
Die Luftfeuchte wird durch die Wetbox geregelt und falls sich eine Häutung ankündigt, sprüht man eben kurz zur Unterstützung.

Mit einem Thermometer kontrolliert man die Temperaturbereiche nach Bauabschluss. Danach kann es ebenfalls weggelassen werden und wird ggf. nur noch zur Kontrolle im eingesetzt. Aus diesen Gründen reicht ein analoges Thermomenter vollkommen.



Deko


Einrichtungsgegenstände kann man heutzutage überall herbekommen und muss diese oft nichtmal kaufen.

Man findet sie beim Spazieren gehen, auf Ausflügen, im Urlaub, bei der Arbeit, im Haushalt, auf Messen, im Baumarkt oder im Fachhandel.

Vor Verwendung sollte man alle Einrichtungsgegenstände gründlich abwaschen und desinfizieren. Vor allem bei der Haltung von vielen oder gar wertvollen Tieren ist die Gefahr groß, das man mit ungereinigten Gegenständen Bakterien, Keime oder Ungeziefer einschleppt. Keimfrei wird man vor allem gefundene, poröse Sachen nie bekommen aber mit ein paar Tricks befreit man diese zumindest von den für Leopardgeckos gefährlichen Bakterien und Parasiten.

Das erreicht man am Besten, in dem man die Einrichtungsgegenstände gut mit Druckstrahler, Dampfreiniger und Bürste reinigt und sie dann abkocht oder auf 150C° 1 Stunde abbackt. Es gilt die Sachen bis in den Kern so stark zu erhitzen dass die meißten Krankheitserreger dies nicht überleben. Hitzeempfindliche oder große Gegenstände, kann man auch im Winter bei Minus 20C° längere Zeit draußen liegen lassen oder sie mehrmals gründlich mit Desinfektionsmittel (Neopredisan, Baccillol AF) behandeln.

Eine Kombination von Reinigung, Desinfektion, Hitze-/ oder Kältebehandlung ist immer ratsam.


Steine

Steine bzw. Steinplatten eignen sich recht gut zur Gestaltung von Terrarienlandschaften. Sie entsprechen der natürlichen Umgebung der Tiere und durch einen geschickten Aufbau, kann man sich sogar die Kletterrückwand sparen. Je dunkler die Steine, desto mehr heizen sie sich durch den Spot auf. Dies kann sogar die Wattleistung reduzieren und Strom sparen. Durch ihre Wärmespeicherung bieten sie den Tieren ideale Wärmequellen und werden gerne als Sonnenplätze angenommen.
Am günstigsten ist es, selbst auf die Suche nach hübschen Steinplatten zu gehen. Diese liegen oftmals am Feldrand oder man bekommt sie in Steinbrüchen bei Steinmetzen oder im Baumarkt. Der Nachteil von echten Steinen ist das Gewicht, bei einem großen Terrarium kann dies leicht mehrere hundert Kilo betragen. Der Unterbau sollte dementsprechend gestützt werden und dies auch aushalten.
Meine Terrarien sind allesamt mit echten Steinen eingerichtet da ich den Tieren ein möglichst naturgetreues Umfeld bieten möchte.


Wurzeln, Äste, Rinde und Korkröhren

Wurzeln, Rinde und Äste, findet man sehr leicht im Wald oder im heimischen Garten.

Vorsicht!!! Nicht jede Baumart ist für ein Terrarium geeignet, manche sind sogar giftig und es ist davon abzuraten bei Unwissenheit einfach irgendwelche Bäume oder Sträucher in sein Terrarium zu stellen.

Für Leopardgeckos sind vorallem möglichst rauhe Äste geeignet, da sie auf diesen den besten Halt finden.

Fast alle Obst und Nadelhölzer (Eibe ist giftig!!!) eignen sich dazu hervorragend. Man sollte sie jedoch vor Verwendung trocknen damit keine Pflanzensäfte mehr austreten. Korkröhren gibt es im Zoohandel oder auf Messen.


Künstliche Deko

Seit einiger Zeit gibt es auf dem Markt sehr echt wirkende Nachbildungen von Steinen und Wurzeln.

Diese haben den Vorteil, dass sie sehr leicht und hohl sind. Dadurch bieten sie tolle Höhlen/Schlupfwinkel.
Außerdem sind in den unterschiedlichsten Größen, Farben und Formen erhältlich. Der Preis liegt in etwa gleich mit dem Kauf eines echten Gegenstands der selben Größe. (Steine sind etwas teuerer)


Kleinartikel

Als Dekoartikel eignen sich außerdem Kokosnussschalen, künstliche Pflanzen, Korkrinde, getrocknete Dekogräser usw. Auch im Haushalt kann man eine ganze Menge verwendbare Artikel finden und der Rest gibt's im Zoohandel.


Künstliche Pflanzen

Im Handel gibt es eine große Anzahl künstlicher Pflanzen zu kaufen. Diese sind wesentlich hygienischer, pflegeleichter und ungiftig. Es gibt auch künstliche Kakteennachbildungen deren Stacheln aus weichem Plastik bestehen.

Achtung!

Auch hier kann es vorkommen , dass ein Leopardgecko die Blätter anknabbert.

Im Gegensatz zu echten Pflanzen, sind diese unverdaulich und sorgen für Verstopfung!


Buchtipp
Buchtipp

Echtes Grünzeug

Echte Pflanzen bekommt man in jedem Baumarkt oder beim Gärtner seines Vertrauens. Besonders Wärme/Sonne liebende Pflanzen sind für Terrarien gut geeignet aber nicht jede Pflanze verträgt 12 Stunden Sonne am Tag und wüstenähnliche Trockenheit. Viele brauchen daher zwischendrin eine Erholung auf der Fensterbank. In jedem Falle sollte man beim Kauf darauf achten, keine Giftpflanze zu erwischen da Leopardgeckos und die Futterinsekten gerne mal die Blattspitzen anknabbern. Besondere Vorsicht gilt den in Erde gesetzten Pflanzen. Damit schleppt man oft unbemerkt Keime und Kleinstlebewesen ein, die sich dann im Terrarium explosionsartig vermehren.

 

Folgende Pflanzenarten eignen sich gut für Terrarien:

Ungiftige Sukkulenten wie z.B. Aloen (Bild Aloe aristata), Lebende Steine und Tillandsien (nur die silberfarbigen).

Auch Kakteen sind geeignet, jedoch ist von allzu stachligen Vertretern abzuraten, da die Geckos sich daran verletzen können. Pflanzen mit kleinen Blättern werden manchmal gefressen und können dem Tier schaden und Futterinsekten knabbern auch alles an, was grün ist und vernichten so ganze Teile der Terrarienvegetation.
Einige echte Pflanzen ändern im Terrarienmondlicht ihre Farbe zu rot und bieten einen tollen Anblick.

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Liste giftiger Pflanzen:
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Infos über Tillandsien:
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