Rückwandbau


Die Rückwand lässt sich aus vielen Materialien fertigen.

Styropor/ Styrodur

+ echt aussehende Formationen nachbildbar
+ viele Gestaltungs-möglichkeiten
+ leicht
+ preislich mittelteuer
- große Sauerei beim Verarbeiten (es schneit...)
- giftige Dämpfe bei Verarbeitung mit Heißluftföhn

Schwarzkork

+ ideale Quetschspaltenhöhe ist bereits durch erhältliche Plattenhöhe gegeben
+ leicht wieder zu entfernen bzw. Teile davon sind leicht austauschbar
+ preislich günstig

- große Sauerei beim Verarbeiten.
- wenig belastbar

Bauschaum

+ echt aussehende Formationen nachbildbar
+ viele Gestaltungs-möglichkeiten
+ preislich mittelteuer
- große Sauerei beim Verarbeiten

- giftige (krebserregende) Dämpfe bei der Verarbeitung bis es voll ausgetrocknet ist

Bauschaum/ Styropor

+ echt aussehende Formationen nachbildbar + stabil
+ preislich mittelteuer
- leicht
- große Sauerei beim Verarbeiten
- giftige (krebserregende) Dämpfe bei der Verarbeitung bis es voll ausgetrocknet ist

Echte Steinplatten

+ günstigste Version bei Selbstsuche (Steinbruch, Ackerrand, Waldrand)
+ naturgetreu
- schwerste Version
- teuer bei Baumarktkauf
- stabiler Unterbau erforderlich
- Stahlträger oder Mittelstützen bei Stapelterrarien anbringen



Wichtige Baumaterialien und ihr Einsatzzweck


Flexibler Fliesenkleber, z.B. Knauf Flexkleber - Zum mehrfachen Bestreichen der Rückwand und Versiegelung der Oberfläche
Aquariensilikon Kauftipp: Ottoseal S28 bei Ebay, ca. 9 Euro - Zum Befestigen der Plattformen an der Rückwand
Styroporkleber
- Zum Befestigen der Plattformen an der Rückwand
Zahnstocher
- Zum vorläufigen Befestigen der Plattformen an der Rückwand bevor sie verklebt werden
Abtönfarbe - Zum Bemalen/ Betupfen der Rückwand mit Farbkontrasten oder zum Einfärben der letzten Fliesenkleberschicht

Farbpartikel - Zum Einfärben der letzten Fliesenkleberschicht

Bauschaum (PU-Schaum) - Zur Gestaltung von naturgetreuen Steinoptiken und zur endgültigen Verklebung der Plattformen
Spielsand/ Terrariensand - Zur Beimischung in die letzte Fliesenkleberschicht oder zum Aufbringen auf die letzte Fliesenkleber- oder Lackschicht.
Bei Verwendung mehrerer Sandfarben entstehen schöne Farbverläufe die der natürlichen Steinoptik nahe kommen. Aquariensand ist oft zu rauh und die Tiere können sich beim darüberklettern Schnitte in den Fußsohlen zuziehen. Darum immer rundkörnigen Sand verwenden!
Epoxidharz/ Spielzeuglack - Zum Versiegeln der letzten Fliesenkleberschicht gegen Nässe und Kot.
Holzleim D3 - Zum Versiegeln der letzten Fliesenkleberschicht gegen Nässe und Kot, Das D3 bedeutet hohe wasserresistenz (wasserfest).


Wichtige Fachbegriffe


Quetschspalten - Abstand der Spalten von 2-3cm dass sich die Tiere möglichst flach dazwischenquetschen können. Dadurch fühlen sich die Tiere sicherer in ihrer Umgebung und die Spalten werden sehr gerne zum Dösen am Tag genutzt. Sie sollten in großer Menge vorhanden sein und die komplette Rückwand und Seitenwände überziehen. Damit schafft man zusätzlichen Raum im Terrarium und somit mehr Abwechslung und Platz für die Tiere.
Besanden - Aufbringen von (mehrfarbigem) Sand auf die letzte Fliesenkleberschicht oder Lackschicht um eine bekletterbare Oberfläche zu schaffen und um die Rückwand natürlicher zu gestalten.

Lackieren - Versiegeln der letzten Fliesenkleberschicht gegen Nässe und Kot. Idealerweise nimmt man Epoxidharz oder Spielzeuglack (speichelecht) mit Umweltzeichen wie z.B. dem blauen Engel.
Flexkleber - Flexibler Fliesenkleber, der im ausgehärteten Zustand geringe Bewegungen der Rückwand mit macht und nicht sofort Risse bildet.
Versiegeln - Die Rückwand gegen Nässe und Kot beständig machen, so dass z.B. der Kot leichter abgeht und die Reinigung einfacher wird. Dies erreicht man mit
Epoxidharz oder Spielzeuglack (speichelecht) mit Umweltzeichen wie z.B. dem blauen Engel. Ebenso ist ein Versiegeln mit D3 Holzleim möglich.

 


AB HIER NOCH WARTUNGSARBEITEN!!!!!!


Baubericht Rückwand aus Styropor

Bei dieser Baumethode wird aus Styropor oder Styrodur ein Grundgerüst  gebaut. Es werden ganze Platten an die Rückwand und ggf. an die Seiten geklebt und daran befestigt man mit Zahnstochern und Aquariensilikon oder Styroporkleber die Plattformen, welche man zuvor in Steinplattenoptik zuschnitzt. Der optimale Plattenabstand beträgt hier 2-3cm um eine ideale Quetschspaltenhöhe zu erreichen.
Nach Austrocknung wird die Rückwand mit 2-4 Schichten Flex - Fliesenkleber überzogen, welchen man mit Abtönfarbe einfärben kann.
Besanden ist auch möglich, ebenso wie das Lackieren zum Abschluss.

Danke an Sascha für diese ausführliche Bilderstrecke



 Baubericht Rückwand aus Bauschaum und Styropor

Diese Baumethode gleicht der reinen Styoporbauweise, jedoch werden hier die Abstände größer gelassen und die Zwischenräume werden mit Bauschaum ausgespritzt. Nach Austrocknung werden die Zwischenräume mit dem Heißluftföhn oder einem scharfen Messer wieder herausgeschnitzt und die Plattformen werden dadurch annähernd in originalgetreuer Steinplattenoptik geformt.
Bauschaumarbeiten bitte unbedingt im Freien durchführen, da bei Nutzung giftige, krebserregende Dämpfe entstehen!
Dies gilt ebenso bei Verwendung des Heißluftföhns!

Vielen Dank an Tamara May für die Bilder



Vielen Dank an Stefanie Hallmann für die Bilder

 Baubericht Rückwand aus Bauschaum

Hier wird auf ein Styropor- Grundgerüst verzichtet und es werden höchstens die Seitenteile mit Styropor verkleidet, um die Rückwand später wieder entfernbar zu machen.

Der Bauschaum wird grob aufgesprüht so dass sich schon ansatzweise Plattformen ergeben. Nach Austrocknung arbeitet man mit einem scharfen Messer oder dem Heißluftföhn Spalten heraus und bringt die Plattformen in Steinoptik. Danach einfach wieder mit Flex- Fliesenkleber bestreichen und wenn gewollt bemalen, besanden und versiegeln.



 

Baubericht Rückwand aus Bauschaum und Styropor

Danke an Andrea Dorré für diese ausführliche Bilderstrecke


 

Baubericht Rückwand aus Schwarzkork (Aufzuchtterrarien)

 

Baubericht Rückwand aus Steinen oder Steinnachbildungen



Terrarienbeispiele




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