Grillen


Grillen im Allgemeinen sind die wohl beliebtesten Futterinsekten unter den Terrarianern. Sie lassen sich leicht nachzüchten, zirpen leiser als Heimchen und sind nicht ganz so hüpffreudig. Damit sind sie leichte Opfer für Leopardgeckos die ja doch einige Male danebenschnappen können bevor es zum Fangerfolg kommt.

Grillen werden etwas größer als Heimchen und sind robuster gegen Krankheiten.

Bei uns sind 3 verschiedene Grillenarten erhältlich. Die Steppengrille, die Mittelmeergrille, auch Zweifleckgrille genannt und die Kurzflügelgrille.

 

Steppengrille

Gryllus assimilis

Mittelmeergrille

Gryllus bimaculatus

Kurzflügelgrille

Gryllus sigillatus


Die Steppengrille stammt aus Indien und Südamerika und ist die wohl beliebteste Grillenart unter den Terrarianern.

Diese Grillenart benötigt besonders viel Platz da sie Kannibalistisch veranlagt ist.

Werden zuwenig Futter, Flüssigkeit oder Versteckmöglichkeiten angeboten vergreifen sich die Tiere einfach an ihren Kollegen.

 

Diese auch als Zweifleckgrille bezeichnete Grillenart stammt aus dem Mittelmeerraum und ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Charakteristisch sind die gelben Augen und die beiden gelben Punkte an den Flanken. Die Mittelmeergille besitzt einen starken Eigengeruch und wird deshalb nicht von allen Leopardgeckos angenommen.

Die Kurzflügelgrille stammt aus Asien und wurde ab dem Jahr 2000 wegen ihrer Resistenz gegen das Densonucleose Virus, welches europaweit die Heimchenbestände massiv dahinraffte, als Ersatzfuttermittel angeboten.

Mittlerweile ist der Virus eingedämmt und die Grillenart verschwindet zunehmend vom Deutschen Markt.



Haltung


Als Behältnisse für Grillen eignen sich wieder größere Faunaboxen, Terrarien oder Aquarien mit Gazedeckel welche mit einem Spot oder einer Heizmatte auf die erforderliche Temperatur gebracht werden.

Alle Grillenarten benötigen eine Haltungstemperatur zwischen 25 und 30C°. Normale Zimmertemperatur reicht hier nicht aus und führt unweigerlich zum Massensterben. Grillen benötigen außerdem viel Platz und Versteckmöglichkeiten um sich aus dem Weg zu gehen da es sonst zu Kämpfen untereinander kommen kann. Besonders die Zweifleckgrille ist für diese Unart bekannt. Als günstigste Methode haben sich wieder die Eierkartons und Klopapierrollen bewährt.

Diese werden jedoch sehr schnell durch den Kot der Tiere verdreckt und sollten 1x wöchentlich getauscht werden.

 

Um beim Wechsel der Einrichtung die Grillen von den Kartons zu bekommen, kann man diese ganz leicht in einer Wäschewanne abschütteln und die Grillen so lange darin laufen lassen, bis die Hälterungsbox gesäubert ist. Hat man die Box neu bestückt kippt man die Wäschewanne ganz einfach auf und stellt eine Ecke auf den Behälter. Die Grillen kriechen dann von selbst Richtung Box. Kränklich aussehende Grillen, welche dies nicht tun, kann man praktischerweise gleich entfernen und verfüttern.

 


Im Handel erhältliche Größen


 

 

Groß: 1,5 bis 3cm

 

 

Mittel: 1 bis 1,5cm

 

 

Klein: 0,5 bis 1cm

 

 



Ernährung


Als Futter für Grillen eignet sich alles was in der Küche an Obst und Gemüseresten anfällt. Also Gurke, Salat, Karotten, Paprika, Grünzeug von der Wiese usw. Zusätzlich sollte man Katzen- oder Hundetrockenfutter, Fischfutterflocken, Weizenkleie und Haferflocken anbieten.

Frisch gekaufte Grillen haben durch den Transport einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Diesen kann man mit Wassergel decken und es auch zusätzlich als Flüssigkeitsquelle anbieten. Zwar heißt es Wassergel enthalte Chemische Stoffe jedoch wurde noch keine Methode entdeckt um Flüssigkeiten hygienischer anzubieten.

 

Von Wasser in flüssiger Form lässt man besser die Finger da Grillen nicht in der Lage sind sich aus Wasserbehältern zu befreien wenn sie mal reingefallen sind. Zwar kann man dem Ertrinkungstod vorbeugen indem man Schaumstoff oder Zewa in die Schale legt und dieses mit Wasser tränkt jedoch verdrecken diese Polster schnell und müssen täglich gewechselt werden.

 

© www.der-leopardgecko@web.de
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Zucht


Grillen lassen sich relativ leicht nachzüchten jedoch klappt dies nur wenn die Tiere bei den erforderlichen Temperaturen gehalten werden. Entkommene Tiere sich nicht in der Lage sich in der Wohnung fortpflanzen weil dort die Temperaturvoraussetzungen nicht gegeben sind.

Dieser Umstand macht Grillen auch so beliebt bei Terrarianern.

 

Zur Vermehrung stellt man den adulten Grillen eine Heimchenbox oder Plastikdose mit feuchtem Substrat (z.B. Kokoshumus) in das Becken welches man mit einem Fliegengitter oder Alugaze abdeckt. Die Weibchen stechen durch diese hindurch und legen ihre Eier im Substrat ab. Ist die Box vollgelegt tauscht man sie einfach gegen eine Neue aus. Den Behälter deckt man am Besten mit einem Damenfeinstrumpf ab damit die kleinen Grillen nach dem Schlupf nicht entkommen. Das Substrat muss man immer schön feucht aber nicht zu nass halten.

 

Nach ca. 3 Wochen bei 26- 27C° schlüpfen dann die kleinen Grillen. Diese können mit dem Schlupfbehälter in eine Faunabox umgesetzt werden welche man wieder mit einer Feinstrumpfhose abdecken sollte.

 

Als Anfangsfutter eignen sich Fischfutterflocken und Gemüse welches langsam vertrocknet und nicht schimmelt. Den Flüssigkeitsbedarf der jungen Grillen sollte man über die Nahrung decken da die kleinen schon in einem einzigen Tropfen Wasser ertrinken können.

 


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