Heimchen - Acheta Domesticus


Heimchen sind die wohl günstigste Möglichkeit unsere Lieblinge mit dem richtigen Futter zu versorgen. Sie vermehren sich wie die Pest, brauchen keine besonderen Haltungstemperaturen und sind regelrechte Allesfresser. Allerdings produzieren die männlichen Heimchen einen lautstarken Gesang und nicht jeder erträgt dieses Zirpen dauerhaft.

Außerdem springen Heimchen gerne wodurch das Öffnen des Behälters jedesmal zum Abenteuer wird denn entkommene Tiere sind in der Lage sich in jedem Blumentopf zu vermehren der grade rumsteht. So werden die Tiere oftmals zur Plage in den eigenen 4 Wänden und erfordern den Einsatz eines Kammerjägers.


Im Handel angebotene Größen


 

 

 

Groß: 1,5 bis 2,5cm

 

 

 

Mittel: 0,8 bis 1,5cm

 

 

 

Klein/Micro: 0,3 bis 0,8cm

 

 



Haltung


Als Behältnisse für Heimchen eignen sich wieder größere Faunaboxen, Terrarien oder Aquarien mit Gazedeckel. Heimchen benötigen außerdem viel Platz und Versteckmöglichkeiten um sich aus dem Weg zu gehen da sie Ihre eigenen Artgenossen fressen wenn nicht genug Platz und Futter vorhanden ist.

Normale Zimmertemperatur reicht für die Haltung und Zucht vollkommen aus und als Einlage verwendet man wieder Eierkartons und Klopapierrollen.

Diese werden jedoch sehr schnell durch den Kot der Tiere verdreckt und sollten 1x wöchentlich getauscht werden.

 

Um beim Wechsel der Einrichtung die Heimchen von den Kartons zu bekommen, kann man diese ganz leicht in einer Wäschewanne abschütteln und die Heimchen so lange darin laufen lassen, bis die Hälterungsbox gesäubert ist. Hat man die Box neu bestückt kippt man die Wäschewanne ganz einfach auf und stellt eine Ecke auf den Behälter. Die Heimchen kriechen dann von selbst Richtung Box. Kränklich aussehende Tiere, welche dies nicht tun, kann man praktischerweise gleich entfernen und verfüttern.

 

Achtung!!! Bei der Verfütterung von Heimchen ist Vorsicht geboten da sie sich nicht nur in den Wetboxen des Terrariums vermehren können sondern auch in der Lage sind sich durch Rückwandverkleidungen aus Styropor und Bauschaum zu fressen. Sie nutzen regelrecht jeden Riss im Fliesenkleber um Löcher in die Rückwand zu fressen. Ist dies ersteinmal passiert setzen sich die Heimchen hinter die Rückwandverkleidung und nerven einen wochenlang mit ihrem Gezirpe. Schlussendlich bleibt einem nichts anderes übrig als die Rückwand zu entfernen um so an das verschanzte Heimchen zu kommen.

 


Ernährung


Als Futter für Heimchen eignet sich wieder alles was in der Küche an Obst- und Gemüseresten anfällt. Also Gurke, Salat, Karotten, Paprika, Grünzeug von der Wiese usw. Zusätzlich sollte man Katzen- oder Hundetrockenfutter, Fischfutterflocken, Weizenkleie und Haferflocken anbieten. Frisch gekaufte Heimchen haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Diesen kann man mit Wassergel decken und es auch zusätzlich als Flüssigkeitsquelle anbieten.

Zwar heißt es Wassergel enthalte Chemische Stoffe jedoch wurde noch keine Methode entdeckt um Flüssigkeiten hygienischer anzubieten.

 

Von Wasser in flüssiger Form lässt man besser die Finger da Heimchen nicht in der Lage sind sich aus Wasserbehältern zu befreien wenn sie mal reingefallen sind. Zwar kann man dem Ertrinkungstod vorbeugen indem man Schaumstoff oder Zewa in die Schale legt und dieses mit Wasser tränkt jedoch verdrecken diese Polster schnell und müssen täglich gewechselt werden.

 


Zucht


Heimchen lassen sich noch leichter nachzüchten als Grillen da sie sich auch bei Zimmertemperatur vermehren.

Zur Vermehrung stellt man den adulten Heimchen eine Heimchenbox oder Plastikdose mit feuchtem Substrat (z.B. Kokoshumus) in das Becken welches man mit einem Fliegengitter oder Alugaze abdeckt. Die Weibchen stechen durch diese hindurch und legen ihre Eier im Substrat ab. Ist die Box vollgelegt tauscht man sie einfach gegen eine Neue aus. Den Behälter deckt man am Besten mit einem Damenfeinstrumpf ab damit die kleinen Heimchen nach dem Schlupf nicht entkommen. Das Substrat muss man immer schön feucht aber nicht zu nass halten.

 

Nach ca. 4 Wochen bei Raumtemperatur schlüpfen dann die kleinen Heimchen. Diese können mit dem Schlupfbehälter in eine Faunabox umgesetzt werden welche man wieder mit einer Feinstrumpfhose abdecken sollte.

 

Als Anfangsfutter eignen sich Fischfutterflocken und Gemüse welches langsam vertrocknet und nicht schimmelt. Den Flüssigkeitsbedarf der jungen Grillen sollte man über die Nahrung decken da die kleinen schon in einem einzigen Tropfen Wasser ertrinken können.

 

Nach ca. 4 Wochen bei Raumtemperatur schlüpfen dann die kleinen Heimchen. Diese können mit dem Schlupfbehälter in eine Faunabox umgesetzt werden welche man wieder mit einer Feinstrumpfhose abdecken sollte.

 

Als Futter eignen sich Fischfutterflocken und Gemüse welches langsam trocknet und nicht schimmelt. Den Flüssigkeitsbedarf der jungen Heimchen sollte man über die Nahrung decken da die kleinen schon in einem einzigen Tropfen Wasser ertrinken können.

 


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