Schaben


Schaben geniesen den wohl schlechtesten Ruf unter der Sonne. Wenn man allein schon das Wort hört denkt man an Schädlinge in der Küche die man nie wieder los wird...

Trotz dem schlechten Ruf sind Schaben hervorragende Futtertiere für Leopardgeckos und sehr leicht nachzuzüchten.

Wieder haben sich 2 Arten in der Terraristik durchgesetzt, zum einen die Argentinische Waldschabe und zum andren die Schokoschabe.

Jede Schabenart sollte man vor dem Verfüttern durch zerdrücken des Kopfes töten da sie sonst sehr schnell weg sind wenn der Leopardgecko mal loslassen sollte.

 

Argentinische Waldschabe

Blaptica dubia

Schokoschabe

Blatta lateralis


 

Die Argentinische Waldschabe ist die etwas leichter zu haltende Schabenart. Sie ist nicht in der Lage glatte Flächen zu erklimmen und kann somit in einer normalen Faunabox ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen gehalten werden. Ihr Aussehen ähnelt einer überdimensionalen Assel, dreht man sie jedoch auf den Rücken erkennt man sofort um was es sich wirklich handelt. Ausgewachsene Schaben sind zu groß für Leopardgeckomäuler.

 

 

Schokoschaben sind etwas gefährlicher zu halten als Waldschaben und sehr viel agiler. Außerdem sind sie in der Lage glatte Wände wie die einer Faunabox zu erklimmen wenn diese kleinere Unebenheiten besitzen. Entkommene Schokoschaben können sehr schnell zur Plage werden da sich diese Art auch bei Zimmertemperatur vermehrt. Für Leopardgeckos sind sie jedoch eine gute Mahlzeit und aufgrund ihrer Körperform leicht verschlingbar.



Im Handel erhältliche Größen


 

 

 

Groß: 3,5 bis 5cm

 

 

 

Mittel: 1,5 bis 3cm

 

 

 

Klein: 0,5 bis 1,5cm

 

 



Haltung und Ernährung


Als Behältnisse für Schaben eignen sich Faunaboxen, Terrarien oder Aquarien mit Gazedeckel. Schaben benötigen wenig Platz und als Versteckmöglichkeit genügt ein Stück Eierkarton welcher den Boden bedeckt. Normale Zimmertemperatur reicht für die Haltung zwar aus jedoch bevorzugen Schaben eher wärmere Temperaturen um die 25C°. Ein Standort auf dem Deckel des Terrariums wäre ein guter Stellplatz wenn man keine Heizmatte zur Verfügung hat.

 

Der Behälter sollte glatte und hohe Wände besitzen und mit einem gut schließenden Deckel ausgestattet sein. In einigen Beschreibungen der Argentinischen Waldschabe heißt es sie würde ihre Eier nicht in der Wohnung ablegen falls mal ein Weibchen entkommt. Verlassen sollte man sich jedoch nicht darauf da ich auch schon Jungtiere in der Faunabox vorgefunden habe. Wenn es die Schaben schaffen dort ihre Eier abzulegen wieso auch nicht in der Wohnung... 

 

Schaben sind Allesfresser. Ob Äpfel, Gurke, Salat, Karotten, Paprika, Grünes von der Wiese, Katzen- oder Hundetrocken- futter, Fischfutterflocken, Weizenkleie oder Haferflocken, alles wird vertilgt.

Der Flüssigkeitsbedarf lässt sich hier wieder über das Frischfutter oder mit Wassergel regeln.

 


Zucht


Zur Fortpflanzung benötigt die Argentinische Waldschabe eine Temperatur von 25°C bis 28°C. Bei 30C° vermehren sie sich explosionsartig.

Das Weibchen bildet ein Eipaket im Körper welches vom Männchen befruchtet wird danach legt das Weibchen das Paket ab und verstaut es in einer speziellen Tasche am Körper. Nach 4 Wochen sind die Jungtiere schlupfbereit und das Weibchen legt das Eipaket an einer geschützten Stelle im Behälter ab. Sobald dies geschehen ist schlüpfen die Jungtiere und dass Weibchen stellt sich über sie bis ihr Chitinpanzer ausgehärtet ist.

Das Wachstum der Jungen wird durch die Temperatur beeinflusst, je höher diese ist, desto schneller wachsen die Jungtiere.

 


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