In Bearbeitung - Update - Ihr könnt die Infos trotzdem gerne nutzen.


Verkauf


Bevor man Leopardgeckos züchtet oder Tiere zum Verkauf anbieten möchte, sollte man genug Fachkenntnis besitzen um den Käufern Fragen beantworten zu können. Oft bleibt es nicht bei einer Frage sondern man berät den Kunden von der ersten Kontaktaufnahme an bis lange nach dem Kauf. Oft melden sich Kunden nach 1-2 Jahren wieder und möchten selbst züchten. Man muss also auf alles vorbereitet sein.

 

Als Fachliteratur sind diese Bücher sehr zu empfehlen

Diese Bücher können Sie bedenkenlos jedem Interessenten empfehlen.

Des Weiteren kann man Kunden auf Terraristikforen oder Facebook- Gruppen aufmerksam machen. Websiten zum Thema gibt es wie Sand am Meer doch leider sind die meißten sehr fehlerhaft und enthalten gar keine oder nur minimale Haltungsinformationen.

 

Hier mal ein Kleines Video über die meißten Anfängerfehler:


Einkaufsliste für die Neuanschaffung


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Vor dem Kauf/ Erste Kontaktaufnahme

  • Lassen Sie sich Fotos der Terrarien zeigen, damit der Kunde Einrichtungsfehler vor Tierbesatz beheben kann.
  • Machen Sie dem Kunden unbedingt die Wichtigkeit einer Quarantäne klar. (Eine Quarantäneanleitung finden Sie weiter unten zum Download)

Besuch des Kunden

  • Laden Sie den Kunden zu sich ein um ihm Tiere zu zeigen und um ihm den Umgang mit den Tieren vorzuführen. 
  • Saubere Terrarien und gesunde Tiere sind Zeugnis für einen seriösen Züchter.
  • Legen Sie dem Kunden negative Kotprobenbefunde vor, am Besten jährlich neu testen lassen. Eine Kotuntersuchung sollte sowieso vor jeder Winterruhe und vor der Verpaarung erfolgen.

Eine Verordnung von 2013 schreibt vor, dass jeder Verkäufer von Haustieren, dem Interessenten bei Kauf eine Auflistung der Haltungsbedingungen aushändigen muss!

Diese Auflistung zeugt von Kenntnis des Verkäufers über seine Tiere. Auf Börsenbesuchen sollte man sich diese vor dem Kauf aushändigen lassen und kurz durchlesen. Fehlen hier wichtige Punkte oder wird diese gar nicht angeboten, sollte man besser die Finger von den Tieren lassen.

Gesunder Gecko © by www.der-leopardgecko.de
Gesunder Gecko © by www.der-leopardgecko.de

Börsenkauf


Terraristikbörsen finden mehrmals im Jahr statt und es ist jedesmal das Gleiche. Man kämpft sich bei einer Affenhitze und stickiger Luft durch Unmengen von Schaulustigen. Man fühlt sich wie eine Presswurst in der Sauna denn viele Besucher leben nach dem Motto ''der erste Vogel fängt den Wurm'' jedoch kann man zu jeder Tageszeit hervorragende Tiere erwerben und gerade gegen Ende lassen sich viele Schnäppchen machen. Zur Einlasszeit ist der größte Andrang und man steht oft stundenlang in der Reihe und wartet auf Einlass. Diese lockert sich ca. 1 Stunde danach auf und hat sich gegen Mittag komplett aufgelöst. In den frühen Nachmittagsstunden hat der größte Pulk die Hallen schon wieder verlassen und genau dann kann man am Besten einkaufen.

Bei Börsenkäufen ist besondere Vorsicht geboten denn nirgends wird soviel Schindluder getrieben wie auf Messen.

Viele der dort angebotenen Tiere sind krank und oft kommt es vor das der zuständige Amtstierarzt diese armen Geschöpfe aus dem Verkauf nimmt.

Insbesondere warne hier ich vor osteuropäischen Züchtern, die dort ihre Massenzuchtware zum Schleuderpreis verkaufen wollen.

Gerade Neulinge tappen diesen unseriösen Züchtern in die Falle und ärgern sich dann wenn das Tier den Heimtransport nicht überlebt oder zu Hause an schwerer Krankheit eingeht. Man muss sich wundern wieviele Leute Geckos kaufen, die dort für 10 Euro pro Tier über den Ladentisch gehen.

Aussagen wie ''der dort drüben verkauft die Geckos für 20 Euro weniger als Sie'' zählen nicht. Ein Hund oder eine Katze kostet ja auch nicht überall das Selbe.
Bei Leopardgeckos bestimmen Genetik, Farbform, Gesundheit, Haltungsbedingungen und die damit verbundenen Kosten den Preis.

Ein gesunder Gecko aus einwandfreier Haltung, kostet je nach Zuchtform zwischen 30 und 1500 Euro (wobei sich hier der Schwerpunkt zwischen 30 und 600 Euro bewegt). Ein Leopardgecko der mehr als 600 euro kostet, ist mit Sicherheit eine sehr seltende Zuchtform mit hervorragender Genetik.
Darüber sollte man sich als Käufer im Klaren sein bevor man sich Tiere anschafft.

Mit ein paar einfachen Fragen kann man testen, ob der Verkäufer Ahnung von seiner ''Ware'' hat oder ob es sich um ein ''Schwarzes Schaf'' handelt.

  • Am besten suchen sie sich zuerst den Gecko aus der ihnen gefällt und betrachten ihn eingehend.
  • Macht er einen gesunden Eindruck lassen sie sich weitere Tiere dieser Zuchtform zeigen. Diese werden dann meißt unter dem Ausstellungstisch hervorgezerrt da der Anbieter natürlich etwas verkaufen möchte.
  • Achten sie darauf wo er die Geckos hältert. Die Tiere müssen dunkel und von Kälte/Hitze geschützt aufbewahrt werden. Styroporboxen sind dafür hervorragend geeignet.
  • Prüfen sie die Beschriftung der Boxen in denen die Tiere sitzen. 

          Diese müssen folgende Angaben enthalten:

  • Wissentschaftlicher Name
  • Schutzstatus
  • Nachzucht oder Wildfang
  • Verbreitungsgebiet
  • Adultgröße
  • Geschlecht
  • Nahrung
  • Haltung
  • Verkäufername und Anschrift
  • Stimmt die Verpackung und ist mit dem Tier alles in Ordnung, stellen sie dem Anbieter ein paar Fragen zu Farbformen der anderen Geckos. z.B. wenn auf einer Packung steht ''Mack Snow Albino'' fragen sie welche Albino Linie dies ist. Diesen Fall hatte ich schonmal und der Züchter wusste auf meine Frage keine Antwort. Oft kennen Leozüchter die einfachsten Farbformen nicht und behaupten dann Diese gäbe es nicht....
  • Begutachten sie die anderen Tiere des Anbieters, oft werden viel zu junge Leos zum Verkauf angeboten. Die Tiere sollten mind. 15g haben wenn sie verkauft werden.

Tipp: Wenn man solche unendlichen Geckosuchen umgehen möchte empfiehlt es sich vorher über Foren Privathändler zu suchen und dort den Wunschgecko zu reservieren. Viele angesehene Züchter lassen sich einen Messenbesuch nicht entgehen und sind dort als Besucher oder Anbieter vertreten.

Dies gibt einem die Möglichkeit das Tier dann direkt auf der Börse beim Züchter abzuholen und man erspart sich viel Zeit und die Versandkosten.

 

Achtung im Sommer!

Die Tiere leiden sehr unter der Hitze und können daran eingehen.

Lagern Sie die Tiere auf keinem Fall im Auto um danach noch einkaufen zu gehen!

Wenn Sie Zubehör kaufen wollen, erledigen Sie dies davor und holen Sie die Tiere erst am Ende beim Händler ab.

Danach gilt es die Tiere schnellstmöglich nach Hause zu schaffen um Ihnen weiteren Stress zu ersparen.

 

Eine wahre Begebenheit:

Terraristika Hamm 2010,

eine Dame hatte bei einem Züchter 2 Leopardgeckos ausgesucht und diese dann zuerst 30 Min. ohne Styroporbox im heißen Messegebäude herumgetragen. Wer dort noch nie war, im Gebäude herrschen ca 35-40... Anschließend hat Sie die Tiere in die pralle Sonne auf die Hutablage des Autos gestellt (Außentemperatur 30C°) um danach noch 1 Stunde auf der Messe herumzulaufen. Als sie zurückkam waren die armen Tiere natürlich tot. Wie wenn das nicht schon gereicht hätte, brachte Sie die Kleinen zum Züchter zurück und wollte dreisterweise ihr Geld zurück haben.

Als Begründung gab Sie an, die Geckos bereits krank erworben zu haben. Die Tierchen lagen zusammengekrümmt mit blutenden Nasen in ihrer Plastikbox und erst als man ihr mit dem Amtstierarzt drohte, gab Sie ihren Fehler zu.

 


Heimtransport


Der Transport ist in jeder Hinsicht Stress für die Tiere und Diesen gilt es so gering wie möglich zu halten. Gleiches gilt übrigens auch für Transporte zum Tierarzt.

 

Wichtig ist hierbei:

Sicherer Transport

Eine ausreichend große, stabile, verschließbare Box mit Lüftungslöchern und Küchenpapier als Einlage.

Dieses sollte man an heißen Sommertagen leicht anfeuchten damit der Gecko nicht überhitzt.

Wärme

bei kühleren Außentemperaturen eine Wärmequelle in Form von einem Heat-Pack, einer Wärmflasche oder zur Not ein mit warmen Wasser gefüllter Handschuh. Für einem längeren Transport ist der Heat-Pack die beste Wahl, da dieser mehr als 24 Std Wärme abgibt.

Wärmedämmung

Eine ausreichend große Styroporbox zur Wärmedämmung damit der Gecko nicht unterkühlt oder überhitzt. Die Dunkelheit in der Box reduziert außerdem den Stress. Wenn Heatpacks verwendet werden, bitte die Box etwas größer wählen da Dieser Sauerstoff zur Wärmeerzeugung verbraucht.

Achtung!

Beim Heimtransport mit dem Auto werden die Tiere bei jeder Bodenwelle durchgeschüttelt. Es gab schon Fälle bei denen sich die Tiere um Halt zu finden, mit dem Rücken gegen die Transportbox drückten. Das Ergebnis waren Knochenbrüche und Gelenkschwellungen. Legen Sie daher niemals Klorollen oder Höhlen in die Boxen. Ein Stück zusammengeknülltes Zewa verhindert das die Tiere auf dem Heimweg herumgeschleudert werden.

Ich fahre mittlerweile nur noch mit der Bahn. Zwar dauert die Fahrt etwas länger aber die Tiere werden dabei nicht so durchgeschüttelt und kommen wesentlich entspannter zu Hause an.

Zuhause angekommen gönnt man dem Gecko noch eine kleine Ruhepause.

In dieser Zeit kann man, falls noch nicht geschehen die Quarantänebox einrichten.

Nach dem Umsetzen wird der Neuzugang ersteinmal das neue Terrain erkunden und sich dann irgendwo verkriechen.

Am besten lässt man das Tier 1-2 Tage in Ruhe um sich einzugewöhnen.

Das Füttern unterlässt man besser fürs Erste um das Tier nicht unnötig zu stressen. Allerdings kann man eine kleine Schale Mehlwürmer in die Box stellen damit sich das Tier davon bedienen kann. 

 

© by www.der-leopardgecko.de
© by www.der-leopardgecko.de

Tierversand


Der Versand von lebenden Tieren ist in jeder Hinsicht Stress für die Tiere und nur durch eine speziell dafür ausgebildete Firma zulässig.

Die Versandtage sind in der Regel Montag, Dienstag und Mittwoch um sicherzustellen dass die Tiere auch noch vor dem Wochenende den Empfänger erreichen. Der Tierversand ist ein Over-Night-Express. Das heißt, die Tiere werden am Abend zuvor beim Absender abgeholt und am nächsten Tag bis 12 Uhr dem Empfänger zugestellt.

Für den Tod oder die Verletzung der Tiere haftet nach Übergabe allein der Empfänger. Lebende Tiere sind von der Versicherung durch die Transportfirma ausgeschlossen.

Pflichten des Absenders:

  • Prüfung der richtigen Absender- bzw. Empfängeranschrift inkl. Telefonnummer, diese müssen vollständig und gut lesbar sein.
  • Kennzeichnung des Paketes als Tiersendung, z.B. mit den Worten

          ''Achtung! lebende Tiere'',

  • Kennzeichnung mit Tierart, Anzahl und sonstige, für den Versand relevante Hinweise wie z.B. Datum und Uhrzeit der Verpackung des Tieres sowie Futterhinweise für den Notfall. 
  • Den Empfänger von der Absendung und der voraussichtlichen Ankunftszeit informieren und ihm die Telefonnummer der Transportfirma zu hinterlassen wo er sich im Notfall melden kann.
  • Verwendung von Behältnissen die die Tiere vor Witterungseinflüssen schützen. (Styroporverpackungen und 48h- Heatpacks) bei Temperaturen unter 20C°)
  • Verwendung von artgerechter Verpackungsgröße, das Tier muss genug Platz haben um sich darin zu bewegen (BraPlast-Dosen oder Heimchendosen mit Lüftungslöchern!!!)
  • Die Verpackung mit ausreichend Lüftungslöchern versehen damit das Tier nicht erstickt. (Stauhitze im Sommer!)
  • Falls die Beförderung 12 Stunden oder länger dauert sind die Tiere vorher zu tränken. Eine Fütterung ist hier nicht nötig das Leopardgeckos bei Stress die Mahlzeit eventuell auswürgen und daran ersticken könnten.

Pflichten des Empfängers:

  • Ständige Bereitschaft zum Empfang der Lieferung ist sicherstellen
  • Falls Dies nicht möglich ist, einen Bekannten oder Nachbarn bitten sich um das Tier zu kümmern. Die Transportfirma ist in diesem Falle in Kenntnis zu setzen. (Zettel an der Haustür + Hinweis auf dem Versandschein)
  • Inkenntnisetzung des Absenders über Empfang und Zustand der Tiere.
  • Versorgung der Tiere mit Wasser und Umsetzung in das neue Heim
  • Fütterung erst ab dem 2ten Tag des Erhaltes

Hier gibts einen Versandaufkleber zum Ausdrucken

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