In Bearbeitung - Update - Ihr könnt die Infos trotzdem gerne nutzen.


Vor dem Kauf - Step by Step


Vorgehensweise - Übersicht
1. Viel und lange Informieren

2. Züchter aussuchen und beraten lassen
3. Gecko aussuchen und reservieren/ kaufen
4. Quarantäneutensilien kaufen und vorbereiten
5. Geckos abholen/ schicken lassen
6. Quarantäne durchführen
7. Terrarium bauen (dies kann auch nach Pos. 2 erledigt werden)
8. Umzug ins Terrarium nach Quarantäneabschluss


1. Informieren


Bevor man sich Leopardgeckos zulegt sollte man sich bereits Wochen besser Monate zuvor intensiv über diese Tiere informieren.

Für Neulinge ist da meißtens der Zoohandel die erste Anlaufstelle.

Es empfielt sich jedoch eher auf Fachliteratur, Facebookgruppen und den Rat von Züchtern zurückzugreifen. Diese haben deutlich mehr Ahnung als ein Verkäufer im Zoogeschäft der nur Profit im Kopf hat statt Erfahrung und Fachwissen.

 

Als Fachliteratur sind diese Bücher sehr zu empfehlen:

Top 1
Top 1
Top 2
Top 2
Zusatzliteratur
Zusatzliteratur
Zusatzliteratur
Zusatzliteratur
Zusatzliteratur
Zusatzliteratur

Darin findet man alles was man als Neuling wissen muss und auch ''alte Hasen'' greifen noch oft darauf zurück wenn sie mal nicht weiter wissen.

 

Facebookgruppen:In Facebookgruppen tummeln sich allerhand Halter, Züchter und Anfänger und man kommt sehr schnell an gewünschte Infos.
Leider gibt es auch hier viele Neulinge, die einen mit Halbwissen bombadieren und viele, die einem gleich Tiere per PN anbieten.

Hier ein paar Links zu Gruppen:

https://www.facebook.com/groups/39296834416/?fref=ts

https://www.facebook.com/groups/LeopardgeckoLoge/

 

Ein kleiner Rat:
Informiert euch vorher in Büchern und ergänzt dieses Wissen erst dann in den Facebookgruppen und/ oder direkt bei Züchtern.
Nichts nervt einen erfahrenen Halter mehr, als wieder und wieder immer die selben Fragen zu beantworten, welche man durch einen kurzen Blick ins Buch selbst beantworten könnte. Sich in den Gruppen selbst als ''Ich habe mich gut informiert'' darzustellen und dann Fragen wie''Welches Mischungsverhältnis brauche ich beim Bodengrund'' zu stellen kommt dem Selbstmord nahe. Vollendet wird dieser dann, wenn man seine Fragen eventuell sogar persönlich vom Profi beantwortet bekommt und diese in anderen Gruppen bzw. später öffentlich stellt. Kein Profi lässt sich gerne als unwissend darstellen oder sieht es gerne, wenn man seinen Rat nicht annimmt. Solche Aktionen enden für den Fragensteller zumeißt im beleidigten Verlassen der Gruppe weil er den schärferen Ton aufgund seines Fehlverhaltens nicht versteht oder verkraftet.
Dabei wollen wir erfahrenen Halter doch nur eines: Helfen, dem Wohle der Tiere zuliebe!

Grundlegend empfehle ich jedem Anfänger und Jedem, der nicht züchten will, die Haltung von einem/mehreren Weibchen ODER einem einzelnen Männchen. Natürlich kann man auch als Anfänger auch eine Männchen/Weibchen Gruppe halten, jedoch muss man dann damit leben, dass die Weibchen ab März alle 2 Wochen Eier legen, die man vernichten muss. Ein ausbrüten Dieser, nur weil man es mal machen will ist Unsinn.
Daher als Anfänger grundsätzlich und ohne Wenn und Aber, entweder ein/ mehrere Weibchen ODER 1 Männchen!


Achtung Suchtgefahr!
Leos machen süchtig und aus Einem, werden ganz schnell mehr. Das sind knallharte Fakten, welche man immer einkalkulieren sollte.
Hat man nur Platz für ein kleines Terrarium, ist ein einzelnes Männchen natürlich die richtige Wahl, denn diese finden schwerer ein zu Hause als Weibchen und werden etwas zutraulicher.
Weibchen kann man unbegrenzt untereinander vergesellschaften, jedoch können sie auch ohne Männchen Eier legen und Legenot bekommen!
Hat man sich Anfangs für ein Männchen entschieden und wünscht sich dann weitere Tiere, steht man vor der Frage, wohin mit dem Männchen?
Diese sind verdammt schwer wieder loszubekommen und es bleibt einem meißt nur die Einzelhaltung inkl. der Anschaffung eines zweiten Terrariums für die Weibchen.

Fragen die man sich vor der Erstanschaffung stellen sollte...
- Habe ich mir ausreichend Kenntnisse angelesen um die Tiere artgerecht halten zu können?

- Habe ich genug Geld um mir ein Terrarium, die Einrichtung, die Tiere, die Tierarztkosten und die laufenden Kosten wie Strom und Futter für die  
    nächsten 20 Jahre leisten zu können?

- Habe ich Platz ein Terrarium aufzustellen und mich um die Tiere zu kümmern? (Urlaubsvertretung?)

- Gibt es einen reptilienkundigen Tierarzt in meiner Nähe?

- Stören mich, meine Mitbewohner oder meinen Vermieter herumlaufende Insekten wie Heuschrecken, Grillen, Heimchen oder Schaben?

- Stört mich der Geruch vom Kot der Tiere und den Insekten? (Der Schlafraum ist kein geeigneter Ort für Reptilien)

- Kot von Insekten kann Allergien auslösen, bitte vorher testen.

- Habe ich die Möglichkeit eine größere Menge an Futtertieren unterzubringen?

- Habe ich einen Zoohändler und Baumarkt in der Nähe, bei dem ich zur Not schnell Ersatz für defekte Einrichtungsgegenstände, Technik und
    Futterinsekten bekomme?

 

 Sind diese Fragen alle geklärt, kann man zum nächsten Schritt übergehen.

 


2. Die Qual der Züchterwahl


Vor der Züchterwahl stellt man sich zuerst die Frage ''Welche Farbform möchte ich?''

In der Regel sieht man irgendwo ein Bild von einem Leopardgecko und möchte diesen dann.
Die gängigen Farbformen kann man hier sehen: http://www.leopardgeckowiki.com/index.php?title=Category:Morphs

Natürlich haben seltene Farbformen ihren Preis.

Einen ''Black Pearl'' oder einen ''Lemonfrost'' braucht man als Anfänger erst gar nicht zu suchen, denn diese liegen bei rund 2000-5000 Euro pro Tier.
Die meißten Farbzuchten kosten jedoch zwischen 30 und 200 Euro und neuere Zuchtformen bis zu 350 Euro.

Züchter findet man heutzutage über Facebookgruppen wie https://www.facebook.com/groups/1455827774732488/?fref=ts

indem man dort nach seiner 0.1 oder 1.0 in seiner Wunschfarbform und seinem Wohnbereich sucht. Den Wohnbereich kann man auch weglassen denn dank Tierversand, kann man sich sein Wunschtier fast schon weltweit aussuchen.

Auf sein Gesuch erhält man entweder Bilder mit Preis und Standort oder Ratschläge wer diese Farbform züchtet.


Einen Haken hat dieser Luxus jedoch....
Wie soll man als Anfänger herausfinden welcher Züchter ehrlich ist und einem nicht die Katze im Sack verkauft?
Hier schützt einen nur angeeignetes Wissen und die Empfehlungen Anderer.
In einer Facebook Gruppe zu fragen ''Kennt jemand den Züchter ..., ist der i. O. ?'' verhilft oft schnell zur gewünschten Info aber auch die Frage nach Züchterempfehlungen zur Wunschfarbform reicht oft schon aus, um den Richtigen zu finden, ohne jemanden auf den Schlips zu treten.


Ein korrekter Züchter, kann und wird einen dann auch gerne beraten und beim Terrarienbau unterstützen. Ist dieser in der Nähe sollte man immer einen Besuch erwägen um sich dessen Haltung anzusehen. Jemand der nichts zu verbergen hat, wird dies gerne auch von sich aus anbieten und zulassen.

Ein seriöser Züchter lässt seinen Bestand mindestens 1x jährlich auf Parasiten und andere Krankheitserreger testen. Negative Untersuchungsergebnisse bestätigen eine saubere Haltung und gute Fütterung der Tiere.

 

Börsenkauf

Terraristikbörsen finden mehrmals im Jahr statt und es ist jedesmal das Gleiche. Man kämpft sich bei einer Affenhitze und stickiger Luft durch Unmengen von Schaulustigen. Man fühlt sich wie eine Presswurst in der Sauna, denn viele Besucher leben nach dem Motto ''der erste Vogel fängt den Wurm'' jedoch kann man zu jeder Tageszeit hervorragende Tiere erwerben und gerade gegen Ende lassen sich viele Schnäppchen machen. Zur Einlasszeit ist der größte Andrang und man steht oft stundenlang in der Reihe und wartet auf Einlass. Diese lockert sich ca. 1 Stunde danach auf und hat sich gegen Mittag komplett aufgelöst. In den frühen Nachmittagsstunden hat der größte Pulk die Hallen schon wieder verlassen und genau dann, kann man am Besten einkaufen.

Vorsicht Diebe!
Bei Börsenbesuchen ist besondere Vorsicht geboten, denn nirgends wird soviel Schindluder getrieben und gestohlen wie auf solchen Veranstaltungen. Die Diebe schlitzen unbemerkt Hosenbeine und Taschen auf und klauen die gut gefüllten Geldbeutel und andere Wertsachen. Tragen Sie niemals Wertsachen bei sich, verzichten Sie auf Handys, Uhren, Handtaschen, Schmuck etc. und führen Sie Ausweispapiere nur in Kopie bei sich. Keine Geldbeutel und schon gar keine dick gefüllten!
Stecken Sie sich Geldscheine in Geldgürtel oder flach und unsichtbar in enge Hosentaschen oder in die Socken oder Schuhe. Wer offensichtlich nichts hat, wird auch nicht beklaut. Dicke Hosentaschen sind da viel zu verlockend.

Vorsicht auch vor Ausstellern!

Viele der dort angebotenen Tiere sind krank und oft kommt es vor das der zuständige Amtstierarzt diese armen Geschöpfe aus dem Verkauf nimmt.

Insbesondere warne hier ich vor osteuropäischen Züchtern, die dort ihre Massenzuchtware zum Schleuderpreis verkaufen wollen.

Leopardgeckos zu kaufen, die dort für 10 Euro angeboten werden....

Solchen Käufern die so etwas unterstützen, gehört es nicht anders, als dass das Tier verstirbt. So leid einem die Lebewesen tun, aber dann haben sie ihren Leidensweg wenigstens hinter sich. Jeder Cent den man diesen Leuten in den Rachen wirft verstärkt das Leid von vielen unschuldigen Tieren.


Leider tappen gerade Neulinge oder deren Eltern diesen unseriösen Züchtern in die Falle und ärgern sich dann, wenn das Tier den Heimtransport nicht überlebt oder zu Hause an schwerer Krankheit eingeht.

Bei Leopardgeckos bestimmen Genetik, Farbform, Gesundheit, Haltungsbedingungen und die damit verbundenen Kosten den Preis.

Ein gesunder Gecko aus einwandfreier Haltung, kostet je nach Zuchtform zwischen 30 und 4000 Euro (wobei sich hier der Schwerpunkt zwischen 30 und 350 Euro bewegt). Ein Leopardgecko der mehr als 400 Euro kostet, ist mit Sicherheit eine sehr seltende Zuchtform mit hervorragender Genetik.
Darüber sollte man sich als Käufer im Klaren sein bevor man diese Tiere anschafft!

 

Ein paar kleine Tipps für Börsekäufe:

- Sucht euch Tiere zuvor von Züchtern aus und holt sie lediglich auf Börsen ab

- Erwägt ihr einen Spontankauf (es geht selten ohne) schaut bei den großen und bekannten Züchtern vorbei und meidet Tische, auf denen viel zu junge Tiere unter 12g angeboten werden.

- Schaut euch alle Tiere auf dem Tisch an und lasst euch weitere Tiere eurer Wunschfarbform zeigen. Oft sitzen in den Styroporboxen unter den Tischen viele Tiere, die erst auf dem Tisch landen, wenn wieder Platz ist.
- Prüfen sie die Boxen in denen die Tiere sitzen. Diese müssen ausreichend groß sein und folgende Angaben enthalten:

  • Wissentschaftlicher Name
  • Schutzstatus
  • Nachzucht oder Wildfang
  • Verbreitungsgebiet
  • Adultgröße
  • Geschlecht
  • Gewicht
  • Nahrung
  • Haltung
  • Verkäufername und Anschrift

Stimmt die Verpackung und ist mit dem Tier alles in Ordnung, stellen sie dem Anbieter ein paar Fragen zu Farbformen der anderen Geckos.

z.B. wenn auf einer Packung steht ''Mack Snow Albino'' fragen sie welche Albino Linie dies ist. Diesen Fall hatte ich selbst schonmal und der osteuropäische Züchter wusste auf meine Frage keine Antwort außer ''Albino''. Oft kennen unseriöse Anbieter die einfachsten Farbformen nicht.

 

Achtung im Sommer!

Die Tiere leiden sehr unter der Hitze und können daran eingehen.

Lagern Sie die Tiere auf keinem Fall im Auto um danach noch einkaufen zu gehen!

Wenn Sie Zubehör kaufen wollen, erledigen Sie dies davor und holen Sie die Tiere erst am Ende beim Händler ab.

Danach gilt es die Tiere schnellstmöglich nach Hause zu schaffen um Ihnen weiteren Stress zu ersparen.

 

Eine wahre Begebenheit:

Terraristika Hamm 2010,

eine Dame hatte bei einem Züchter 2 Leopardgeckos ausgesucht und diese dann zuerst 30 Min. ohne Styroporbox im heißen Messegebäude herumgetragen. Wer dort noch nie war, im Gebäude herrschen ca 35-40... Anschließend hat Sie die Tiere in die pralle Sonne auf die Hutablage des Autos gestellt (Außentemperatur 30C°) um danach noch 1 Stunde auf der Messe herumzulaufen. Als sie zurückkam waren die armen Tiere natürlich tot. Wie wenn das nicht schon gereicht hätte, brachte Sie die Kleinen zum Züchter zurück und wollte dreisterweise ihr Geld zurück haben.

Als Begründung gab Sie an, die Geckos bereits krank erworben zu haben. Die Tierchen lagen zusammengekrümmt mit blutenden Nasen in ihrer Plastikbox und erst als man ihr mit dem Amtstierarzt drohte, gab Sie ihren Fehler zu.


3. Welches Geckolein nehme ich?


Mein Rat an Alle die sich diese Frage stellen:
Schaut euch die Tiere des Züchters an und nehmt dann das, was euch spontan als Erstes ins Auge sticht ohne Wenn und Aber.
Oft sieht man beim Weitersuchen nämlich noch ein anderes Tier, entscheidet sich um und bereut diese Wahl dann wenn das Tier zu Hause sitzt.

Gefällt keines, lasst es und sucht weiter. Man kümmert sich viel besser um seine Tiere, wenn einem diese gefallen.

Merkmale eines gesunden Tieres:

+ läuft herum und jagt selbstständig Futter

+ ein gut genährter, kräftiger Körper mit dickerem Schwanz (Energiespeicher)

+ keine Hautreste an den Gliedmaßen

+ frisst gut

+ gerader Körperbau ohne verkrümmte Knochen

+ klare Augen und feuchte rosane Maulinnenseite

Merkmale eines kranken Tieres:

- liegt träge in der Ecke und reagiert nicht auf Berührung

- dürrer Körper und Schwanz (schlechte Ernährung oder Kryptosporidienbefall)

- Hautreste an den Gliedmaßen

- frisst tage-/wochenlang nichts (Ausnahme Winterruhe)

- verkrümmte Knochen und Gelenke (Rachitis oder Knochenbrüche)

- trübe Augen oder offene wunde Stellen im Maul

- rote oder schwarze Punkte auf den Haut (Milben)

- Durchfall (eventuell Parasitenbefall oder Stress)

- entzündete, verdreckte Kloake oder Wunden auf der Haut

- trockene Haut mit abstehenden Hautschuppen

 

Egal für welches Tier man sich letztendlich entscheidet, es ist in jedem Falle eine Quarantäne durchzuführen um eine Keimübertragung ins neue Terrarium oder schlimmer, in ganze Zuchtgruppen zu vermeiden.

Das Schlimmste was einem bei Nichteinhaltung der Quarantäne passieren kann ist eine Infektion mit Cryptosporidien. Dieser heimtückische Erreger kann bei Ausbruch tödlich für die Tiere sein. Ein wirksames Heilmittel wurde bisher noch nicht gefunden.

 


4. Quarantäne- Utensilien besorgen


Dieses Thema wird auf diesem Teil meiner Homepage ausführlich behandelt.

 


5. Geckos abholen / schicken lassen


Der Transport ist in jeder Hinsicht Stress für die Tiere und Diesen gilt es so gering wie möglich zu halten. Gleiches gilt übrigens auch für Transporte zum Tierarzt.

 

Wichtig ist hierbei:

Sicherer Transport

Eine ausreichend große, stabile, verschließbare Box mit Lüftungslöchern und Küchenpapier als Einlage.

Dieses sollte man an heißen Sommertagen leicht anfeuchten damit der Gecko nicht überhitzt.

Wärme

bei kühleren Außentemperaturen eine Wärmequelle in Form von einem Heat-Pack, einer Wärmflasche oder zur Not ein mit warmen Wasser gefüllter Handschuh. Für einem längeren Transport ist der Heat-Pack die beste Wahl, da dieser mehr als 24 Std Wärme abgibt.

Wärmedämmung

Eine ausreichend große Styroporbox zur Wärmedämmung damit der Gecko nicht unterkühlt oder überhitzt. Die Dunkelheit in der Box reduziert außerdem den Stress. Wenn Heatpacks verwendet werden, bitte die Box etwas größer wählen da Dieser Sauerstoff zur Wärmeerzeugung verbraucht.

Achtung!

Beim Heimtransport mit dem Auto werden die Tiere bei jeder Bodenwelle durchgeschüttelt. Es gab schon Fälle bei denen sich die Tiere um Halt zu finden, mit dem Rücken gegen die Transportbox drückten. Das Ergebnis waren Knochenbrüche und Gelenkschwellungen. Legen Sie daher niemals Klorollen oder Höhlen in die Boxen. Ein Stück zusammengeknülltes Zewa verhindert das die Tiere auf dem Heimweg herumgeschleudert werden.

 

Ich fahre mittlerweile nur noch mit der Bahn. Zwar dauert die Fahrt etwas länger aber die Tiere werden dabei nicht so durchgeschüttelt und kommen wesentlich entspannter zu Hause an.

Zuhause angekommen gönnt man dem Gecko noch eine kleine Ruhepause.

In dieser Zeit kann man, falls noch nicht geschehen die Quarantänebox einrichten.

Nach dem Umsetzen wird der Neuzugang ersteinmal das neue Terrain erkunden und sich dann irgendwo verkriechen.

Am besten lässt man das Tier 1-2 Tage in Ruhe um sich einzugewöhnen.

Das Füttern unterlässt man besser fürs Erste um das Tier nicht unnötig zu stressen. Allerdings kann man eine kleine Schale Mehlwürmer in die Box stellen damit sich das Tier davon bedienen kann. 

 

© by www.der-leopardgecko.de
© by www.der-leopardgecko.de

Tierversand

Der Versand von lebenden Tieren ist in jeder Hinsicht Stress für die Tiere und nur durch eine speziell dafür ausgebildete Firma zulässig.

Die Versandtage sind in der Regel Montag, Dienstag und Mittwoch um sicherzustellen dass die Tiere auch noch vor dem Wochenende den Empfänger erreichen. Der Tierversand ist ein Over-Night-Express. Das heißt, die Tiere werden am Abend zuvor beim Absender abgeholt und am nächsten Tag bis 12 Uhr dem Empfänger zugestellt.

 

Für den Tod oder die Verletzung der Tiere haftet nach Übergabe allein der Empfänger. Lebende Tiere sind von der Versicherung durch die Transportfirma ausgeschlossen.

 

Pflichten des Absenders:

  • Prüfung der richtigen Absender- bzw. Empfängeranschrift inkl. Telefonnummer, diese müssen vollständig und gut lesbar sein.
  • Kennzeichnung des Paketes als Tiersendung, z.B. mit den Worten

          ''Achtung! lebende Tiere'',

  • Kennzeichnung mit Tierart, Anzahl und sonstige, für den Versand relevante Hinweise wie z.B. Datum und Uhrzeit der Verpackung des Tieres sowie Futterhinweise für den Notfall. 
  • Den Empfänger von der Absendung und der voraussichtlichen Ankunftszeit informieren und ihm die Telefonnummer der Transportfirma zu hinterlassen wo er sich im Notfall melden kann.
  • Verwendung von Behältnissen die die Tiere vor Witterungseinflüssen schützen. (Styroporverpackungen und 48h- Heatpacks) bei Temperaturen unter 20C°)
  • Verwendung von artgerechter Verpackungsgröße, das Tier muss genug Platz haben um sich darin zu bewegen (BraPlast-Dosen oder Heimchendosen mit Lüftungslöchern!!!)
  • Die Verpackung mit ausreichend Lüftungslöchern versehen damit das Tier nicht erstickt. (Stauhitze im Sommer!)
  • Falls die Beförderung 12 Stunden oder länger dauert sind die Tiere vorher zu tränken. Eine Fütterung ist hier nicht nötig das Leopardgeckos bei Stress die Mahlzeit eventuell auswürgen und daran ersticken könnten.

Pflichten des Empfängers:

  • Ständige Bereitschaft zum Empfang der Lieferung ist sicherstellen
  • Falls Dies nicht nöglich ist, einen Bekannten oder Nachbarn bitten sich um das Tier zu kümmern. Die Transportfirma ist in diesem Falle in Kenntniss zu setzen.
  • Inkenntnissetzung des Absenders über Empfang und Zustand der Tiere.
  • Versorgung der Tiere mit Wasser und Futter und Umsetzung in das neue Heim

Hier gibts einen Versandaufkleber zum Ausdrucken

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6. Quarantäne durchführen


Dieses Thema wird auf diesem Teil meiner Homepage ausführlich behandelt.

 


7. Terrarium bauen


Dieses Thema wird auf diesem Teil meiner Homepage ausführlich behandelt.

 


Umzug ins Terrarium


Ist die Quarantäne abgeschlossen und das Tier gesund, steht dem Umzug ins Terrarium nichts mehr im Wege.

Empfehlenswert wären dafür die Abendstunden wenn die Tiere munter werden und auf Erkundungstour gehen. Man kann mehrere Teile der Quarantänebox mit ins Terrarium stellen, um den Geruch des alten Reviers ins Neue zu übertragen. Das erleichtert die Eingewöhnung sehr.

Sind bereits Tiere im Terrarium vorhanden, muss man das Geschehen etwas beobachten und falls es zu starken Raufereien kommt, die Parteien trennen .

Meißtens bleibt es aber bei leichteren Bissen in den Schwanz oder den Körper, wodurch die Rangfolge schnell geklärt wird.


Was tun wenn der Leopardgecko entkommt?


Leopardgeckos sind trotz ihrer geringen Intelligenz hervorragende Ausbruchskünstler. Sie sind in der Lage Lüftungsgitter herauszudrücken und Scheiben aufzuschieben durch diese sie sich dann herausquetschen. Verhindern kann man so etwas mit Terrarienschlössern und eingeklebten Gittern. Falls trotzdem mal ein Tier entkommt, gibt es einige einfache Methoden, es wieder einzufangen.

Halten sie die Zimmertüren stets verschlossen und legen sie in den Fluchtraum und die umliegenden Räume mehrere Heizmatten/- Steine, Wärmflaschen, Höhlen und Wetboxen. Das Tier wird diese Orte bevorzugt aufsuchen, um sich aufzuwärmen und zu verkriechen.

Eine Futterquelle benötigt das Tier nicht, da es wochenlang ohne etwas zu fressen überleben kann aber eine oder mehrere Wasserschalen sind unerlässlich.

Bleibt das Tier trotz dieser Vorkehrungen verschwunden, hat es sich vermutlich irgendwo anders verkrochen und taucht meist irgendwann von selbst wieder auf. Funde von bis zu 1 Jahr nach Verschwinden sind bekannt. Die Tiere sind dann zwar mangels Futter abgemagert aber sie leben.
Eine Quarantänehaltung ist nach längerem Verschwinden anzuraten.

Wem der Dreck nicht zuviel ist, der kann etwas Mehl auf dem Boden verteilen und anhand der Fußspuren dem Gecko zum Versteck folgen.

Oftmals verkriechen sich die Tiere an wärmeren Orten wie z.B. dem Generator vom Kühlschrank oder hinter der Heizung. Dort haben schon einige ihr verschwundenes Tier gefunden, auch wenn sie dafür die halbe Küche zerlegen mussten...