Unbefruchtet - Befruchtet?


© by www.leoFee.de
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Ob die Eier befruchtet sind, erkennt man am Vorhandensein der rosafarbenen Keimscheibe, welche man durch Anstrahlung mit einer Taschenlampe gut erkennen kann. Man markiert diese Stelle mit einem weichen Bleistift oder schadstofffreien und wasserfesten Filzstift.
So weiß man immer, welche Seite oben zu liegen hat. Die Keimscheibe wächst nach einigen Stunden oben fest und aus ihr bildet sich dann der kleine Gecko.

 

PS: Auch vermeintlich unbefruchtete Eier sollte man in den Inkubator legen. Manchmal wird die Keimscheibe erst nach einigen Tagen sichtbar.

Unbefruchtete Eier fallen bereits am nächsten Tag ein und gehen kaputt.

 

Mythos Eierdrehen...

In allen Fachbüchern heißt es zu diesem Thema:

''Dreht man die Eier nach der Ablage würde der Dottersack das Jungtier erdrücken''.

Viele Züchter haben dies lange getestet und sind zu dem Ergebnis gekommen, das dass Drehen den Eiern keinesfalls schadet und die Jungen wie gewohnt, gesund und nach normaler Inkubationszeit Licht der Welt erblickten.

Natürlich ist das jetzt kein Grund einfach herzugehen und das mal zu testen nur weil mans wissen will...

 

Behandelt euere Eier mit Bedacht und wie gewohnt, dann passiert ihnen nichts und wenn jemandem ein kleines Malheur passiert und rein zufällig so ein Inkubationsbehälter zu Boden fällt, dann werft nicht gleich die Flinte ins Korn denn es gibt gute Chancen das die Jungen trotzdem unversehrt schlüpfen :)

 


Was ist eine Inkubation?


Buchtipp
Buchtipp

Unter Inkubation versteht man das künstliche Ausbrüten der Eier in einem Inkubator (Brutkasten). Einen Inkubator kann man im Handel kaufen oder selbst herstellen.

Die Inkubation ist zwar auch im Terrarium möglich, jedoch dauert dies sehr lange und die Jungtiere werden aufgrund der Temperaturen oft Männchen. Außerdem würden im Falle eines Schlupfes die Elterntiere sofort über das Junge herfallen und es fressen.


Selbstgebaute Inkubatoren


© by www.der-leopardgecko.de
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Die Selbstbauvariante besteht aus einem alten Aquarium, in das man ca. 10cm hoch Wasser füllt. Auf Abstandhalter (Steine etc.) legt man ein Lochblech und auf Dieses werden dann die Heimchendosen mit den Eiern gestellt. Im Wasser bringt man einen Aquarienheizstab an, der für die nötige Temperatur im Inkubator sorgt.

In der Plastikbox misst man nun mit einem Thermometer die Temperatur und regelt

diese solange am Heizstab, bis man die gewünschte Temperatur erzielt. Ein Hygrometer misst ständig die Luftfeuchte denn diese darf nicht unter 75% sinken. Aufgrund des entstehenden Kondenswassers, wird über den Heimchendosen schräg eine entfernbare Glasplatte angebracht. An dieser kann das Kondenswasser ablaufen ohne auf die Eier zu tropfen.


Gekaufte Inkubatoren


Wer das Geschick und die Mittel zum Eigenbau nicht zur Verfügung hat oder öfter züchten will, der sollte sich einen Flächenbrüter zulegen. Diesen gibt es für ca. 120 Euro im Handel oder für ca. 60 Euro gebraucht bei 3 2 1 meins.

 

Anmerkung:

Es gibt in Ebay Billig-Geräte die um die 40 Euro kosten. Diese funktionieren wie die Eigenbaumethode mit Aquarienheizstab, sind aber sehr knapp bemessen was den Platz angeht (oft kann man nichtmal die Deckel der Dosen schräg aufsetzen). Außerdem ist es schwer damit die passende Luftfeuchte zu halten und die Temperaturen schwanken auch stark. Daher eignen sich diese Geräte hauptsächlich für das Brüten zwischen 28 und 30C° denn falls das Gerät einmal zu sehr schwankt, gehen die Eier nicht gleich kaputt. Für Anfänger, welche nur einmal Eier brüten wollen eignen sie sich doch recht gut.


Allerdings haben diese Geräte einen niedrigen Wiederverkaufswert.

Einen gebrauchten Bruja oder Herb Nursery kann man in der Regel für den gleichen Betrag wieder verkaufen, für den man ihn erworben hat. Daher sind die Markengeräte zwar teurer in der Anschaffung aber in jeder Hinsicht besser.

 

Hier einige Kaufempfehlungen:

Solltet ihr in den Beschreibungen Fehler entdecken, teilt mir diese bitte umgehend mit damit ich Dies korrigieren kann.


Bruja 400/Rd (digital)
Bruja 400/Rd (digital)

Bruja 400/Ra, 3000/Ra (analoge Einstellung)
Bruja 400/Rd, 3000/Rd (digitale Einstellung)


Hersteller: Bruja
Preis:
400/Ra ca. 98 Euro
400/Rd ca. 119 Euro
3000/Ra ca. 118 Euro
3000/Rd ca. 139 Euro
Größe:
400er Modell: 41 x 41 x 20,6cm (LxBxH)
3000er Modell: 54 x 41 x 20,6cm (LxBxH)

Bruja 3000/Rd (digital)
Bruja 3000/Rd (digital)

Fassungsvermögen:
400er Modell: 9 Heimchendosen
3000er Modell: 12 Heimchendosen
Regelbereich:

Analog Modelle: 25-35C° in 0,1C° Schritten
400/Rd 20-45C° in 0,1C° Schritten               
3000/Rd 20-40C° in 0,1C° Schritten
Stromverbrauch: 16Watt/Stunde

Vorteile:
+ Herausnehmbare Rinnen für leichtere Reinigung
+ große Wasserrinnen die nicht so schnell austrocknen
+ Temperaturschwankungen während des Betriebes gleich 0
+ Beim Digital ist die Temperatur laut Einstellung um 0,1-0,2C° niedriger/höher
+ stabile Bauweise
+ Feuerfestes Material

Nachteile:
- Löcher müssen bei Bedarf zugeklebt werden da die Luftfeuchte sonst zu gering ist
- Das Gerät kann nicht mit Inhalt transportiert werden, weil das Wasser in den
  Rinnen sonst überschwappt und durch die Löcher im Boden abfließt.
- Gitter im Innenraum ist recht grobmaschig und wird bei Berührung mit Wasser
  weiß (Alu)
- S.I.M Container passt nicht rein

Vorsicht! Es existieren billige Nachbauten aus China! Diese Geräte sind nicht feuerfest und erfüllen nicht die o.g. Daten.
Gerät daher nur über die originale Händlerseite erwerben!


Repti Breeder


Hersteller: Hobby (Dohse)
Preis: ca. 139 Euro
Größe: 65 x 51 x 26cm (LxBxH)
Fassungsvermögen: 18 Heimchendosen
Regelbereich: 20-45C° per 0,1C°

Vorteile:

+ Integriertes Thermometer
+ Einstellbare Alarmfunktion bei Temperaturveränderungen
+ Herausnehmbare Rinnen für leichtere Reinigung

Nachteile:

- Sichtfenster sind schlecht verklebt und können sich lösen
- Temperaturschwankungen von 0,5-1C° während des Betriebes
- Temperatur muss höher eingestellt werden als angezeigt
- Löcher müssen bei Bedarf zugeklebt werden da sonst die Luftfeuchte zu gering ist
- Wände sind relativ dünn, dadurch instabil und schliesen nicht ganz
- Das Gerät kann nicht mit Inhalt transportiert werden weil das Wasser in den
  Rinnen sonst überschwappt und durch die Löcher im Boden abfließt.
- Wasserrinnen sind relativ klein und müssen oft nachgefüllt werden.


Herb Nursery II

Hersteller:
Lucky Reptile
Preis:
ca. 119 Euro
Größe: 42 x 34 x 48cm (LxBxH)
Fassungsvermögen: 24 Heimchendosen
Regelbereich: 5-60C° in 1C° Schritten
Stromverbrauch: 10 Watt/Stunde

Vorteile:
+ Digitale Temperaturanzeige
+ Platzsparende Bauweise
+ Kein Styroporkasten der kaputt geht
+ Wegen Temperaturunterschieden im oberen und unteren Bereich kann auf
   zwei verschiedene Geschlechter oder andere Arten gleichzeitig inkubiert werden.
   (Schwankt um ca. 2C°)
+ Beleuchteter Innenraum
Nachteile:

- Temperaturabweichung von 1-4C° zur Anzeige
- Licht funktioniert nicht immer


Kunstglucke FB 50-E Reptilien


Hersteller: Jäger
Preis:
ca. 145 Euro
Größe: 40 x 13 cm (Durchmesser x H)
Fassungsvermögen: 8 Behälter (müssen extra dazu bestellt werden da Gerät rund ist)
Regelbereich: C° per C° Temperatur
Stromverbrauch: 14 Watt/Stunde


Vorteile:

+ Modul zur Nachtabsenkung als Sonderzubehör lieferbar
+ komplett transparenter Deckel

+ Auch als 12 Volt Version erhältlich zum Transport im Auto

Nachteile:

- Feuchtbrutset (Wasserrinne + Gitter) muss gesondert bestellt werden (ca. 30€)

 

Kunstglucke FB 50- D (digital)

 

Regelbereich: 22-40C° in 0,1C° Schritten

 

Preis: 189 Euro

Rest wie oben


Kunstglucke FB 80-E Reptilien (Profigerät)


Hersteller: Jäger
Preis:
ca. 298 Euro
Größe: 61 x 59 x 20cm (LxBxH)
Fassungsvermögen: 16 Heimchendosen
Regelbereich: C° per C° Temperatur
Stromverbrauch: 40 Watt/Stunde


Vorteile:

+ Modul zur Nachtabsenkung als Sonderzubehör lieferbar
+ komplett transparenter Deckel

 

Nachteile:

- Feuchtbrutset (Wasserrinne + Gitter) muss gesondert bestellt werden (ca. 30€)

  was man bei diesem Kaufpreis als beiliegend erwarten würde.

 

Kunstglucke FB 80- D (digital)

 

Regelbereich: 20-40C° in 0,1C° Schritten

Preis: 389 Euro

Rest wie oben


Reptilienbrutkasten (No Name Gerät)


Hersteller: No Name (Ebay)
Preis:
50 Euro
Größe: 44 x 32 x 21cm (LxBxH)
Fassungsvermögen: 6 Heimchendosen
Regelbereich: 24-34C° per 1C° (Aquarienheizer)
Stromverbrauch: 50 Watt/Stunde


Vorteile:

+ Analoges Thermometer und Hygrometer im Lieferumfang enthalten
+ Brutsubstrat, Heimchendosen, großer Wasserbehälter dabei

 

Nachteile:

- Die analogen Messgeräte müssen zwecks Genauigkeit gegen digitale

  getauscht werden. (Mehrkosten ca 20 Euro)


Inkubationssubstrat


Der richtige Inkubator ist nur ein Teil des Brutvorgangs.

Der 2te besteht in der Wahl des passenen Behälters und dem Substrat. Als Brutbox eignen sich hervorragend Heimchendosen. Diese werden mit Brustsubstrat gefüllt, welches man feucht aber nicht zu nass macht. Als Substrat eignet sich alles was keine schädlichen Stoffe enthält, die Feuchtigkeit hält und diese nicht dem Ei entzieht und welches Keimfrei ist und nicht schimmelt.

Die Feuchtigkeit des Substrates muss konstant beibehalten werden damit die Eihülle geschmeidig bleibt und mitwachsen kann. Ist das Substrat zu trocken, entzieht es dem Ei Feuchtigkeit, es bekommt Dellen und das Jungtier stirbt auf Dauer ab.Ist es zu feucht, wird die die Eischale weich und das Ei geht kaputt.

 

Das Nachbefeuchten des Substrates ist kein Drama und schnell geschehen, nur ist dabei zu beachten dass man das Ei nicht mit Wasser in Berührung bringen darf da das Jungtier sonst ertrinkt. Einwegspritzen eignen sich hierfür besonders gut.

 

Vermiculit

Vermiculit gehört zu den Tonmineralien und ist das gebräuchlichste Brutsubstrat für Reptilieneier.

Die perfekte Mischung für eine Heimchendose ist 35g Vermiculit und 35g Wasser (1:1). Wenn man etwas Substrat zwischen den Fingern zerquetscht sollte kein Wasser heraustropfen. Presst man einen Haufen mit der Hand zusammen bleibt er aneinander kleben und bildet einen Klumpen. Vermiculit muss oftmals nachbefeuchtet werden da es sonst austrocknet und dem Ei Feuchtigkeit entzieht.


Perlit

Perlit ist ebenfalls ein Gestein, welches in der Natur recht häufig vorkommt. Man kennt es als diese kleinen weißen Kügelchen in Orchideenerde oder als Schütt-Dämmmaterial für den Hausbau. Perlite leiten und halten sehr gut Feuchtigkeit, dadurch sind sie super für die Inkubation geeignet. Man schüttet das Perlit einfach in passender Menge in einen Eimer und gibt Wasser dazu. Das Perlit nimmt soviel auf wie es kann und mehr nicht. Danach schöpft man das Perlit dann ab und verteilt es in die Brutbehälter. Am Ende gibt man nochmal ein bisschen Wasser hinzu als Reserve.

 

Kauftipp: Die im Zoohandel erhältlichen Perlite sind recht teuer. Ein preisgünstiges Produkt ist ''Perligran'' von Knauf, eine Körnung von 0-3mm oder 2-6mm ist ideal.


Andere Substrate

Abundzu wird auch Seramis und Kokoshumus als Substrat verwendet. Hierzu habe ich leider keine Erfahrungen und rate deshalb davon ab.
Lucky Reptile verkauft ein Subtrat namens ''Hatch Right''. Der Optik nach handelt es sich dabei um Perlite vermengt mit einem anderen Material.
Auch hierzu habe ich keine Erfahrungen allerdings gibt es viele positive Aussagen von anderen Züchtern.


Inkubationsbehälter


Heimchendosen

Heimchendosen eignen sich hervorragend als Brutbehälter. Man hat sie meißt sowieso vom Futtermittelkauf übrig oder kann sie günstig erwerben. Sie haben bereits vorgestanzte Luftlöcher und viele Inkubatoren sind darauf geeicht.
Es eignen sich natürlich auch die etwas größeren weißen Versanddosen dafür denn in Heimchendosen bekommt man nur eine begrenzte Anzahl von Eiern.


S.I.M. Container

Der S.I.M. Container wurde zur substratfreien Inkubation entwickelt. Er besteht aus einer Plastikbox, welche zu 1/3 mit Wasser gefüllt wird.
Auf Abstandhaltern liegt ein Gitter mit Erhebungen welche die Eier an ihrem Platz halten. Der Behälter besitzt keine Luftlöcher, laut Anleitung muss man lediglich ein kleines Loch in den Deckel stechen damit Sauerstoff an die Eier kommt. Das Wasser im Behälter verdunstet und sorgt im Behälter für die korrekte Luftfeuchte. Im Inkubator selbst braucht man somit kein Wasser einfüllen. Der S.I.M. passt aufgrund seiner Größe nicht in jeden Inkubator und ebenso reagiert er bei jedem Inkubator anders. Wenn die Luftfeuchte zu gering ist, füllt man einfach Perlite hinein und sorgt für mehr Verdunstungsfläche.


GEO

Da der S.I.M recht viele Eier fasst und bei zeitgleichem Schlupf von mehreren Jungen Probleme bei der Identifizierung auftraten, hat man den GEO entwickelt. Er fasst nur 8 Eier und kann aufgrund seiner geringen Größe sogar gestapelt werden.
Er wird teilweise mit Brutsubstrat gefüllt und darauf setzt man den Plastikeinsatz. Welche Eier wo liegen, schreibt man einfach mit Edding auf den Deckel.


Inkubationstemperatur


Die Temperatur spielt bei der Inkubation eine sehr wichtige Rolle.

Die geschlechtliche Entwicklung der Embryos wird allein durch die Inkubationstemperatur bestimmt!!!

 

Zwischen 26 und 27C° schlüpfen zu 99,9% Weibchen.

Diese werden vorerst als (0)0.1 bezeichnet, was soviel heißt wie ''auf Weibchen inkubiert''.

Bei einer Temperatur von 31 bis 32C° schlüpfen fast nur Männchen. Diese bekommen die Bezeichnung (0)1.0 was dann logischerweise ''auf Männchen inkubiert'' heißt.

Ab 33C° schlüpfen wiederum weibliche Tiere aus den Eiern.

Diese als ''heiß gezeitigt'' bezeichnet und sie zeigen ein ähnliches Verhalten wie die Männchen und reagieren meißt agressiv auf Artgenossen.

 

Bei etwa 29C° erhält man ein gemischte Nachzuchten.

Eine Temperatur unter 25 und über 35C° führt zum Absterben der Eier.

 

Eine Inkubation bei 26C° nennt man ''kalt inkubiert''.

Bei diesen Tieren ist die Färbung dunkler als bei anderen.

Ein typisches Beispiel hierfür ist der Chocolat Albino.

 

Die Brutzeit kann je nach Temperatur zwischen 35 und 70 Tage dauern.

 

 Inkubationstemperatur   Geschlechtsbildung 
Zeitigungsdauer/Brutzeit
25C° - 27C°
weiblich
70 - 90 Tage
28C° - 30,5C°
weiblich/männlich
40 - 60 Tage
31C° - 32C° männlich 35 - 40 Tage
32,5C° - 33C° weiblich 30 - 35 Tage

 

Die Eier nehmen während der Inkubation an Umfang zu denn das Jungtier braucht Platz zum Wachsen.

Links im Bild, zwei Eier mit einem Alter von zwei Wochen.

Die Eier rechts daneben sind 60 Tage alt und die Jungen stehen kurz vorm Schlupf.


Inkubationsarten


Offene Inkubation

Bei dieser Methode lässt man den Deckel des Brutbehälnisses weg, damit die Luft besser zirkulieren kann. Allerdings muss man das Substrat dabei oft nachfeuchten und ein geschlüpftes Jungtier kann dadurch in den Inkubator entweichen.

 

Halb geschlossene Inkubation

Diese Methode wird öfter angewandt weil die Jungen nach dem Schlupf im Behälter verbleiben. Dafür nimmt man eine Miniwäscheklammer oder eine Aktenklammer und befestigt diese an einer Seite der Heimchendose. Danach setzt man den Deckel auf die Dose und drückt ihn auf der gegenüberliegenden Seite an. Dadurch sitzt der Deckel schräg auf dem Behälter und das Kondenswasser kann ablaufen ohne auf die Eier zu tropfen. Eine komplett geschlossene Inkubation ist aus diesem Grund auch nicht möglich, jedoch kann man durch kleinere Abstandshalter den Öffnungswinkel soweit reduzieren dass kein Junges entwischt.

 

Geschlossene Inkubation

Hier werden oft andere Brutbehälter verwendet. Durchsichtige Verpackungsbehälter mit 200ml Fassungsvermögen bieten sich dafür an. (Man kennt diese als Salatdosen beim Metzger). Die Dosen werden auch mit Brutsubstrat gefüllt und die Eier daraufgelegt oder eingebettet.
In den Deckel stanzt man ein etwa 3mm großes Loch zum Luftaustausch und verschließt die Behälter komplett. Durch die geringere Substratmenge, muss man während der Inkubation etwa 2x nachfeuchten.


Schimmel am Ei


An jedem Ei befindet sich Substrat welches die Mutter nach der Ablage um es herumpaniert. Dieses Substrat kann schimmeln und wirkt man dem nicht entgegen, wird das Ei vernichtet und es werden ggf. andere Eier damit angesteckt.

Dem kann man entgegenwirken wenn man das Subtrat mit Aktivkohle mischt.

Aktivkohle wird hauptsächlich in der Wasserreinigung, in Luftentfeuchtern und in der Aquaristik als Filtermedium gegen Schadstoffe eingesetzt. Man bekommt es eigentlich in jedem Zoogeschäft das Aquaristikzubehör anbietet.

 

Doch Vorsicht! 

Aktivkohle entzieht dem Substrat und den Eiern Feuchtigkeit.

Je mehr man verwendet desto schneller trocknet der Brutbehälter aus.

 

Verschimmelte Eier kann man vorsichtig versuchen zu reinigen, aber ist es zuviel wirft man Diese lieber weg, da die anderen Eier sonst auch befallen werden könnten.

Aber Vorsicht, auch aus verschimmelten Eiern sind schon Junge geschlüpft...

Im Zweifel einfach liegen lassen bis sich nichts mehr rührt.


Schlupf


© by Oliver Borchers
© by Oliver Borchers

Kurz vor dem Schlupf beginnen die Eier zu ''Schwitzen'' und es treten hin und wieder kleine Flüssigkeitsperlen aus. Die Schale kann hierbei leicht einfallen. Um sich aus dem Ei zu pellen, besitzt der Schlüpfling 2 kleine Eizähne am Oberkiefer mit denen er durch ruckartige Kopfbewegungen ein Loch in die Eihülle reißt.

 

Durch Dieses steckt er nun seinen Kopf und verharrt einige Zeit in dieser Position. In dieser Ruhephase stellt er auf Lungenatmung um und nimmt den Dottersack in die Leibeshöhle auf. Von diesem ernährt er sich dann noch einige Tage bevor er beginnt Insekten zu fangen.

 

Der Schlüpfling hat eine Größe von 7- 9 cm und häutet sich kurz nach dem Schlüpfen das erste Mal. Bis er Dies alles abgeschlossen hat, sollte man ihn noch im Inkubator lassen.

Kann er selbstständig stehen und hat den Dottersack vollkommen in die Leibeshöhle aufgenommen, kann man ihn in das Aufzuchtterrarium umsetzen.

 

Hierzu gibt es natürlich wieder ein tolles Video für euch

© mit freundlicher Unterstützung von www.mt-reptilez.de

 


Schlupfprobleme


© by Mesut Yilmaz - Anjubis
© by Mesut Yilmaz - Anjubis

Manchmal kommt es vor dass ein frisch geschlüpftes Jungtier den Dottersack nicht richtig aufnimmt oder sich die Aufnahmestelle nicht ganz schließt. Hier gilt es Ruhe zu bewahren!

Lassen sie das Tier im Inkubator oder setzen sie es in eine beheizte Quarantänebox mit nassem Küchenpapier als Bodengrund um.

Der Dottersack wird irgendwann von ganz alleine abfallen und die Stelle heilt zu.

 

 

Abundzu schafft ein Schlüpfling es nicht sich aus dem Ei zu befreien.

Diese Tiere sind meißt zu schwach und man muss ihnen etwas helfen.

Leider überleben viele die ersten Tage nach dem Schlupf nicht. Das ist jedoch die natürliche Auslese und man muss sich Wohl oder Übel damit abfinden.

 


Aufzucht


© by Mateusz Hajdas
© by Mateusz Hajdas

Die Aufzucht der Jungtiere gestaltet sich einfacher als erwartet. Die Kleinen sind von Geburt an auf sich allein gestellt und leben nach dem Motto ''Fressen und nicht selbst gefressen werden''. Im Vergleich zu älteren Tieren sind diese Zwerge noch sehr schreckhaft und attakieren alles was nach Feind aussieht. Bei Gefahr verteidigen sie sich standhaft und können schrille Geräusche von sich geben, die den ein oder anderen Unwissenden schonmal vor Schreck zusammenzucken lassen.

 

Die jungen Tiere müssen von Geburt an von ihren Eltern getrennt aufgezogen werden.

Ältere Leopardgeckos würden selbst ihre eigenen Jungtiere als Futter ansehen und ihnen nachstellen.

 

Sobald der Nabel verschlossen ist könnte man die Jungen aus dem Inkubator nehmen und in einen Aufzuchtbehälter umsetzen. Es hat sich jedoch auch bewährt, die Jungen noch 2-3 Tage in einer Heimchenbox mit feuchtem Zewa im Inkubator zu belassen. Da sie in den ersten Tagen noch nichts fressen, stellt das für die Kleinen auch kein Problem dar. Ab dem 3-7ten Tag wirft man einfach 2-3 kleine Heimchen in die Aufzuchtbehälter und schaut was sich tut. Sind die am nächsten Tag verschwunden, kann man mit dem täglichen Füttern beginnen. Einfach regelmäßig in den Abendstunden so 3-6 kleine Heimchen oder kleine Heuschrecken in die Boxen werfen oder mini Schaben in einer Schale reinstellen. Wenn die Babys so ca. 8g erreicht haben, gehen auch kleine Grillen, kleine Schaben oder Mehlwürmer. Ab 15g dann mittlere Heimchen und so nach und nach steigern.
Ich lasse bis ca. 10g selbst jagen und gewöhne dann erst an die Pinzette.

Die Mindestgröße für die Aufzuchtbox beträgt 40x30x20cm. Bitte nicht zu groß wählen, da die Kleinen sonst nicht fressen und eingehen. Für die ersten Tage nach dem Schlupf haben sich große Bra Plast Dosen bewährt. Wenn das Junge ca. 15g erreicht hat, kann man es in ein größeres Behältnis oder ein Aufzuchtterrarium umsetzen.

 

Der Behälter sollte leicht zu reinigen/desinfizieren sein genauso wie eine Quarantänebox ausgestattet werden.

Also Bodengrund bietet sich hierfür wieder Küchenpapier an, welches Anfangs täglich gewechselt wird. Als Versteckmöglichkeit kann man Steine, Rinde, Kokosnussschalen usw. verwenden. Ebenso sollte eine Schale mit Calciumpulver und täglich frisches Wasser vorhanden sein.

Auch die Wetbox ist hier ein unerlässliches Utensil das sich junge Geckos sehr oft häuten. Beheizt wird das Aufzuchtbecken mit einer Heizmatte die ca 1/3 der Box mit Wärme versorgt. Als Beleuchtung bietet sich hier eine Leuchtstoffröhre an, da man meistens mehrere Tiere gleichzeitig groß zieht und mit einer Lampe alle Boxen gut ausleuchten kann. Als Wärmeplatzbeleuchtung kann man wieder eine Halogen-Schreibtischlampe verwenden.

Jungtiere neigen aufgrund ihrer geringen Größe schneller zur Überhitzung als erwachsene Geckos.

Die Temperatur sollte daher tagsüber zwischen 25 und 30C° betragen und Nachts auf Zimmertemperatur absinken.

An den Wärmeplätzen ist eine Temperatur von 35-40C° empfehlenswert.

 

Hält man mehrere Jungtiere in einer Box/ Terrarium muss man diese immer wieder nach Größe sortieren da es sonst zu Streitereien kommt und die Kleineren im Wachstum zurückbleiben.

 


Fütterung der Jungtiere


© by www.leo-gecko.de
© by www.leo-gecko.de

Die Fütterung der Jungtiere ist sehr unproblematisch da sich die Kleinen auf alles stürzen was sich bewegt. Leobabys beginnen etwa ab dem dritten bis 7ten Tag mit der selbstständigen Nahrungsaufnahme. Vorher zähren sie noch vom Rest des Dottersackes.

Gerade in den ersten Monaten sollte man die Jungtiere ausgewogen ernähren und sie mit ausreichend Vitaminen und Mineralien versorgen. Als Futter bietet sich hier alles an was kleiner als die Kopfbreite der Geckos ist. Ob Heimchen, Grillen, Schaben, Wachsmottenlarven oder Heuschrecken, alles was ins Maul passt wird gefressen. 

 

Mehlwürmer oder Buffalos sind aufgrund ihres Fettgehaltes nicht so optimal und sollten nur abundzu gefüttert werden.

Die Futtertiere werden ca 2x pro Woche mit einem Mineralstoffpräparat (z. B. Korvimin ZVT+Reptil) bestreut.

 


Um das Wachstum eines Leopardgeckos etwas zu verdeutlichen seht ihr hier eine kleine Bilderreihe mit unterschiedlichen Altersstufen eines Leopardgeckos. Es handelt sich bei jedem Foto um das selbe Tier.

© Mit freundlicher Unterstützung von www.leo-gecko.de