Paarung


Ein Leopardgecko sollte, bevor man mit ihm züchtet ein Alter von 2 Jahren und ein Gewicht von ca. 45g erreicht haben.

Eine Verpaarung unter dieser Schwelle ist unverantwortlich und nicht im Sinne der Gesundheit des Tieres.

 

Die Paarungszeit von Leopardgeckos beginnt etwa einen Monat nach Beendigung der Winterruhe von selbst.

Wer die beiden Geschlechter getrennt hält setzt das Weibchen in dieser Zeit in das Terrarium des Männchens.

Das Männchen ist somit interessierter an dem Eindringling und beginnt recht schnell mit der Begutachtung des Weibchens.

 

Nur anhand der Duftstoffe ist es den Geschlechtern möglich sich gegenseitig zu unterscheiden.

Ein paarungsbereites Männchen beginnt nach Sichtung des weiblichen Geschlechts sofort mit Schwanzvibrieren und nähert sich dem Weibchen welches als Antwort Schlängelbewegungen durchführt.

Das Männchen beleckt das Weibchen nun und arbeitet sich nach und nach zum Nacken der Partnerin vor.

Dort wird dann der Paarungsbiss gesetzt um das Weibchen festzuhalten während das Männchen mit seinem Bein den Schwanz des Weibchens abhebt.

Danach bringt er seinen Hemipenis zur Kloake des Weibchens und vollzieht die Paarung.

Nach wenigen Minuten ist der Paarungsakt beendet und die beiden trennen sich wieder.

Nach der Paarung reinigen beide ihre Geschlechtsteile mit der Zunge.

 

Oft reicht eine einzige Paarung im Jahr aus, denn das Weibchen ist in der Lage den Samen des Männchens zu speichern um somit für die ganze Paarungszeit selbstständig ihre Eier zu befruchten.

 

Dazu gibts natürlich ein kleines Video für euch


Trächtigkeit


© by www.der-leopardgecko.de
© by www.der-leopardgecko.de

Wenn man die Trächtigkeit eines Weibchens feststellen will, reicht meißt ein Blick auf

die Bauchseite des Tieres aus.

Hinter den Fettkörpern sind dann 2 Eier erkennbar, die leicht durch die Haut schimmern.

Eine sichere Diagnose kann aber nur der Tierarzt stellen oder man wartet einfach ein paar Wochen ab.

Während der Trächtigkeit ist es besonders wichtig das Weibchen häufiger und ausgewogener zu füttern.

Babymäuse stellen hier eine besonders reichhaltige Nahrung dar. Ebenso sollte

man auf eine gute Versorgung mit Kalzium, Vitaminen und Mineralien achten.

 

Da eines meiner trächtigen Weibchen aus ungeklärten Gründen verstarb, habe ich mich schweren Herzens entschlossen euch an ihr aufzuzeigen wie eine Trächtigkeit von Innen aussieht.

Ich hoffe das euch niemals so etwas passiert wie mir und ihr länger Freude an diesen wunderschönen Tieren habt.

 


Eiablage


Etwa 3-4 Wochen nach der Paarung kündigt sich die Eiablage durch eine Verhaltensänderung des Weibchens an.

Es wird merkbar aggressiver und verweigert die Nahrungsaufnahme.

Es unternimmt Probegrabungen im Terrarium auf der Suche nach dem passenden Eiablageplatz.

In dieser Zeit sollte man mehrere Eiablageboxen im Terrarium platzieren da die übliche Lehm- Sandmischung für eine Eiablage ungeeignet ist. Jedes Tier kann unterschiedliche Brutsubtrate bevorzugen um seine Eier darin abzulegen.

 

Mögliche Eiablagesubstrate:

- feuchter Kokoshumus

- feuchtes Kokoshumus/Sandgemisch

- feuchtes Sphagnummoos

- feuchter Sand

- feuchte Ecke im Terrarienbodengrund

- feuchtes Vermiculite (Brutsubstrat)

 

Als Eiablagebox tuts ein Behälter aus Plastik

(ähnlich der Wetbox), der etwa 10cm hoch mit Substrat (z.B. Kokoshumus) gefüllt wird und ein Loch im Deckel hat durch das sich das trächtige Weibchen bequem hindurchzwängen kann. Die Temperatur sollte zwischen 25 und 30C° betragen und das Substrat muss mäßig feucht und nicht zu nass sein.

 

Das Weibchen gräbt darin ein geeignetes Loch und legt nacheinander 2 Eier ab.

Nach der Ablage werden die Eier im Substrat gerollt um die Schale zu härten und die Eier mit einer tarnenden Schutzschicht (Fressfeinde) zu überziehen. Am Ende wird noch das Loch zugebuddelt und das Weibchen bewacht das Gelege noch einige Stunden bevor es sich vom Acker macht.

Unter Umständen kann es sogar zur Ablage von 3 Eiern kommen, diese sind jedoch dann unbefruchtet.

 

Um diese Eiablage etwas zu erläutern habe ich hier ein tolles

Video angehängt.

 

Wenn man die Eier inkubieren (ausbrüten) möchte, nimmt man diese nach der Ablage aus dem Substrat und kennzeichnet mit einem weichen Bleistift die Oberseite.

Während der ersten Stunde nach der Ablage wandert das sogenannte Blastoderm nach oben und wächst dort fest.

© by www.leoFee.de
© by www.leoFee.de

 

Ob die Eier befruchtet sind erkennt man am Vorhandensein dieser rosafarbenen Keimscheibe welche man durch Anstrahlung mit einer Taschenlampe gut erkennen kann.

Beim Umlagern der Eier in den Inkubator kann man mit Hilfe der Bleistiftmarkierung sehen wie die Eier vorher lagen und diese dann genauso in das Brutsubstrat legen.


Legenot


Eine Legenot entsteht durch:

 

- mangelnde Calzifizierung des Eies im Mutterleib hervorgerufen durch
  Calziummangel- oder Stoffwechselstörung, Vitamin D3 Mangel

 

- Stress während der Trächtigkeit durch das Männchen oder andere Weibchen

 

- Fehlende Eiablageplätze

 

- zu große Eier, Wachseier, usw die nicht durch den Legedarm passen

 

In diesen Fällen wächst das Ei im Körper des Weibchens weiter und nimmt an Umfang zu.

Es verwächst mit der Eileiterschleimhaut und kann somit nicht mehr abgelegt werden.

Nach 6 Wochen fangen diese an auf die Lunge zu drücken wodurch das Tier nur noch schwer atmen kann. Sämtliche Kraftreserven werden aufgebraucht und der Schwanz wird dünner.

Schreitet man jetzt nicht dazwischen und lässt das Tier operieren wird es irgendwann ersticken oder vor Schwäche eingehen.

 

Diesen Fall hatte ich selbst schon und als der Tierarzt nach 8 Wochen endlich operierte war das Tier bereits so schwach das es die OP nicht überlebte. Die Calziuminjektionen und eine erhöhte Calziumgabe mit dem Futter haben in meinem Falle nicht geholfen. 

Mein Leopardgecko Schnappi † in der siebten Trächtigkeitswoche
Mein Leopardgecko Schnappi † in der siebten Trächtigkeitswoche

Bei Verdacht einer vorliegenden Legenot bzw nach 4 Wochen Trächtigkeit ohne das das Weibchen buddelt sollte man daher schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen.

Dieser entscheidet dann ob die Eier operativ entfernt werden müssen oder versucht das Weibchen mit einer Kalziuminjektionen und Hormonen zur Weheneinleitung zum Ablegen der Eier zu bewegen.

Ist die Legenot noch nicht weit fortgeschritten, kann man zu ein paar Hausmitteln greifen um doch noch eine Ablage herbeizuführen.

 

- Das Tier aus der Gruppe nehmen oder die anderen Tiere separieren.

- Das Tier in eine Box mit feuchtem Moos setzen

- Dem Tier täglich in Wasser gelöstes Calzium verabreichen

- Das Tier unter UV Licht setzen