Wissenschaftlicher Name und Lebensraum


Der wissenschaftliche Gattungsname Eublepharis setzt sich zusammen aus dem griechischen ''Eu'' für ''Gut'' und ''blepharis'' was soviel bedeutet wie ''Augenwimper''. Eublepharidae = Lidgeckos

Es gibt verschiedene Artbezeichungen für die unterschiedlichen Vorkommensgebiete.
Diese sind:

 ''macularius'' übersetzt ''gefleckt''

 ''fuscus'' übersetzt ''dunkel''

 ''turcmenicus'' übersetzt ''der aus Turkmenistan stammende''

 ''hardwickii'' benannt nach General R. Hardwicke

 ''anagramainyu'' benannt nach der nächtlichen Lebensweise der Tiere

 

E. macularius teil sich darüber hinaus in 5 weitere Unterarten.

Eublepharis macularius fasciolatus

Eublepharis macularius afghanicus

Eublepharis macularius macularius

Eublepharis macularius montanus

Eublepharis macularius smithi

Ungefähre Verbreitung der Arten der Gattung Eublepharis  Quelle: ''Leopardgeckos'' von Karsten Grießhammer & Gunther Köhler
Ungefähre Verbreitung der Arten der Gattung Eublepharis Quelle: ''Leopardgeckos'' von Karsten Grießhammer & Gunther Köhler

Der Leopardgecko lebt ursprünglich im südwestlichen Asien.

Man findet ihn in folgenden Ländern: Irak/Iran, Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und Indien

Dort bewohnt er halbtrockene bis trockene Gebiete und vor Allem felsige Steppen und Halbwüsten. Tagsüber hält sich der nachtaktive Bodenbewohner in Erdhöhlen, Felsspalten und unter Steinen auf.
Bei Anbruch der Dunkelheit verlässt er sein Versteck und begibt sich auf Nahrungssuche. Er frisst alles was sich bewegt und in sein Maul passt. Vor allem ernährt er sich von Insekten, Spinnentieren und manchmal sogar von kleinen Mäusen und anderen Wirbeltieren.



Bei diesen Tieren handelt es sich größtenteils um Nachzuchten von Wildfängen aus der Zucht von Steve Sykes. Man kann anhand dieser Fotos sehr gut erahnen, wie die verschiedenen Farbformen zu Stande kamen.

Eublepharis turcmenicus

Eublepharis hardwickii

Eublepharis anagramainyu

Eublepharis fuscus


Eublepharis macularius fasciolatus

Eublepharis macularius afghanicus

Eublepharis macularius macularius

Eublepharis macularius montanus



Der Körperbau


Leopardgeckos sind kleine Kraftpakete und perfekt an ihr Leben in den kargen Gebieten angepasst. Ihre Maulränder sind mit kleinen scharfen Zähnen versehen, um den harten Chitinpanzer von Insekten einzudrücken und um Fluchtversuche der Beutetieren zu verhindern. Ebenso Sind Sie eine wirksame Abwehrmaßnahme gegen Fressfeinde. Wenn man gebissen wird, fühlt sich das an wie sehr rauhes Schleifpapier, zwischen welches man sich die Fingerspitze einklemmt. Bei einem ausgewachsenen Tier kann das sehr weh tun und blutende Wunden hinterlassen.

Die Zunge von Lepardgeckos passt farblich zum Maulinneren. Das vordere Drittel ist rötlich eingefärbt und an der Spitze leicht eingekerbt.

Bei Stress oder in fremder Umgebung fangen Leopardgeckos an zu züngeln, um neue Gerüche wahrzunehmen. Dabei bewegt sich der Kehlsack wie bei einer Kröte auf und ab. Steigert man den Stress, beginnen die Tiere mit dem Schwanz zu peitschen und machen sich groß. 


Augen

Leopardgeckos gehören zu den Lidgeckos. Ihre Augen haben, wie der Name schon sagt, Lider welche sie bei Reizen, im Schlaf und beim Fressen schließen können, um Verletzungen zu vermeiden.

Die schlitzförmige Iris erleichtert dem Leopardgecko das Sehen in der Dunkelheit. Er ist somit perfekt an das Leben bei Dämmerung und Nacht angepasst. Auf Beutezug kann der Leopardgecko nur bewegliche Objekte erkennen. Sobald ein Futtertier regungslos ist, wird es nicht mehr als Beute erkannt. Es wird nur mehr über den Geruch gefunden oder wenn der Gecko zufällig daran stößt.
Die Augenfarbe und deren Musterung ist abhängig von der jeweiligen Zuchtform des Leopardgeckos und damit ein charakteristisches Merkmal zur Erkennung der Farbformen. Ein Nicht- Albino kann niemals rote Augen haben, genauso wie ein Albino niemals Schwarze haben kann, da Albinos der schwarze Farbstoff Melanin fehlt.

Besondere Augenfarben:

Dem White &Yellow ist an dieser Stelle eine Erwähnung zuteil, denn seine Augen sind außergewöhnlich gemustert und die Lider sind gelblich gefärbt, wie ein gelber Lidstrich.

Der TUG Snow hat auch spezielle und wunderschöne Augen. Die Lederhaut ist silberfarben und die schwarzen Adern ähneln einer Zeichnung mit einem Spirographen.



Eclipse
Bei der Mutation Eclipse ist es möglich, dass die gesamte Lederhaut, oder nur Teile davon, wie die Adern im Auge gefärbt sind. Ob Full Eclipse oder Snake Eyes fallen, bestimmt die Farbform, die Genetik der Vorfahren, die Haltungstemperatur und die Inkubationstemperatur. Außerdem können sich Full Eclipse Augen im Wachstum und auch danach, bei Wechsel der Haltungsbedingungen und die oben genannten Gründe zu Snake Eyes zurückbilden oder ganz verschwinden. Full Eclipse Augen, welche solche bleiben, nennt man Solid Eyes.

 

Folgende Augenfarben und Muster gibt es:

Normale Augen

Normale Zuchtformen ohne Albino Gen, haben eine mausgraue Lederhaut, durchzogen mit schwarzen Adern. Die Iris von Eclipse Tieren ist auch schwarz gefärbt. Man nennt dies Black Eyes. Super Snow ist kein echter Eclipse!

Tremper Albino

Der Tremper Albino hat eine silbergraue Lederhaut, welche mit weinroten Adern durchzogen ist. Die Iris ist rubinrot und erscheint beim Non-Eclipse eher schwarzbraun.
Man nennt dies beim TA Eclipse auch Ruby Eyes

Bell Albino

Der Bell Albino hat Augen mit goldigfarbiger Lederhaut durchzogen mit roten Adern.
Die Iris ist leuchtend Rot gefärbt, was beim Bell Albino Eclipse (Radar) deutlich sichtbar ist.
Man nennt die Eclipse Form auch Red Eyes

Rainwater Albino

Das Rainwater oder Las Vegas Albino Auge hat eine Mischfarbe aus Tremper und Bell Albino. Die goldfarbige Lederhaut mit der dunklen Iris + Adern eines Tremper Albinos. Die Iris ist sogar noch etwas dunkler als bei Tremper Albinos

Super Snow

Beim Mack Super Snow sind Iris und Lederhaut komplett schwarz, es handelt sich jedoch um keinen echten Eclipse! MSS können also keine Snake Eyes haben. Die Eclipse Form des MSS heißt Galaxy bzw. Mack Super Snow Eclipse



Des Weiteren sind folgende Zeichnungsvarianten der Augen bei Eclipse Tieren aller Farbformen möglich.
Diese sind, wie oben genannt, abhängig von der Genetik der Vorfahren, der Inkubationstemperatur, der Haltungstemperatur und der jeweiligen Farbform. Eine Vererbung ist möglich.

Snake Eyes

Klassische Snake Eyes bei einem W&Y Mack Snow Eclipse. Solche Tiere schlüpfen meist mit Full Eclipse, was sich kurz darauf zurückbildet

Snake Eye (umgekehrt)

Eine sehr seltene Mutation. Ich bin in der glücklichen Lage solch ein Tier zu besitzen. Das Bild zeigt meinen Mack Snow Radar Wolverine

Partial Snake Eyes

Die klassischen Snake Eyes können sich im Wachstum auch weiter, bis ganz zurückbilden. Den teilweisen Rückgang nennt man Partial Snake

Marble Eyes

Bei dieser Mutation ist das Auge komplett oder teilweise, netzartig mit Flecken durchzogen. Nähere Infos zu marbeled findet ihr HIER



Geruchssinn

Die Nasenlöcher sitzen am Oberkiefer an der Maulspitze. Die meisten Geruchsstoffe werden jedoch mit der Zunge aufgenommen.


Gehör

Die Ohren des Leopardgecko liegen hinter den Augen, in Form von 2 halbmondförmigen Öffnungen.

Bei guter Beleuchtung erkennt man das Trommelfell und kann sogar durch Dieses hindurchsehen.

Der Gehörsinn ist eher schlecht ausgeprägt und beschränkt sich mehr auf tiefere Töne. Leopardgeckos brauchen diesen Sinn auch nicht, da sie Gerüche und Bewegungen über die Nase und Augen wahrnehmen.


Axillartaschen

Die Axillartaschen befinden sich hinter dem Ansatz der Vorderbeine und sie dienen als Mineralienspeicher. Besonders bei gut genährten Weibchen kann es zu einer Schwellung hinter den Axillartaschen kommen. Dabei bildet sich eine mit Luft oder Wasser gefüllte Blase hinter jeder Tasche.

Näheres hierzu siehe unter ''Krankheiten''


Haut
Die äußere Schicht der Haut besteht nur aus abgestorbenen Zellen und kann somit nicht mitwachsen. Dies lösen Reptilien indem sie sich Häuten und dabei diese alte Hautschicht abzustreifen.

Die Haut sieht dick und rauh aus, jedoch ist sie sehr feinfühlig und sensibel. Selbst sanfte Berührungen und Erschütterungen des Bodens können damit gespürt werden. Die kleinen runden Punkte bzw. Dornen auf der Haut sind die sogenannten Tuberkelschuppen. An diesen Stellen ist die Haut besonders hart und widerstandsfähig wohingegen sie an der Unterseite (Bauch, Kehle,...) sehr weich und dehnbar ist.
Mit diesem Panzer ist der Gecko gegen Verletzungen gut geschützt.



Vorderbeine

Die Vorderbeine sehen eher schmächtig aus und sind nicht so muskulär wie die Hinterbeine.
Sie besitzen jeweils 5, etwa gleich lange Zehen, die nach vorne gefächert abstehen. Jede Zehe ist mit einer scharfen, spitzen Kralle versehen.

Hinterbeine

Die Hinterbeine sind kräftiger gebaut als die Vorderbeine und haben ebenfalls je 5 unterschiedlich lange Zehen.
Vier davon stehen nach vorne und die äußerste Zehe steht nach hinten ab. Auch diese Zehen sind mit Krallen versehen.

Füße

Im Gegensatz zu den meisten Geckoarten besitzen Leopardgeckos keine Haftlamellen Diese brauchen sie auch nicht, da ihr Habitat Klettervermögen für rauhe Felsen und heiße Oberflächen erfordert. Zum Graben von Löchern eignen sich Krallen auch besser.



Schwanz

Der Schwanz dient als Energie- und Fettspeicher. Im Falle einer Nahrungsknappheit (z.B. in der Winterruhe) kann ein Leopardgecko so wochenlang ohne Futter leben. Der Umfang des Schwanzes gibt somit Aufschluss über den Futterzustand des Tieres. Ist dieser schlank, hat das Tier wenig Futter bekommen oder ist erkrankt. Auch Weibchen haben nach der anstrengenden Eiabalagezeit oft einen schlanken Schwanz und müssen ihren Energiespeicher bis zur Winterruhe wieder auffüllen.

Der Extremfall

Ein viel zu schlanker Schwanz. Dieses Tier war schwer krank.
Es hatte Parasiten und ist daran gestorben. Der ganze Körper ist über lange Zeit so abgemagert.

Schlanker Schwanz

Dieses Tier könnte noch etwas mehr Futter vertragen.
Für längere Futterpausen ( z.B. Winterruhe) sind kaum Reserven vorhanden.

Optimaler Schwanz

So sollten Tiere vor der Verpaarung und Winterruhe aussehen. Der Schwanz hat etwa die 1,5 fache Dicke seines Ansatzes und ist somit ideal.

Viel zu dick

Dieses Tier ist viel zu dick und sollte dringend auf Diät gesetzt werden. Solche Übergewichte haben oft auch eine Schwellung der Axillartaschen zur Folge.



Carrottail "CT"

Bei der Zuchtform Tangerine und einigen anderen orangefarbenen Leopardgeckos, ist der Schwanz teilweise rot gefärbt. Diese Rotfärbung wird als Carrot Tail (CT) bezeichnet und muss mindestens 30% des Schwanzes einfärben um diesen Namen tragen zu dürfen. Je mehr CT und intensiver die Farbe, desto wertvoller das Tier.
Der CT Anteil kann vererbt werden.

Die Sunglow im Bild hat 100% Carrottail und ist in Verbindung mit seiner Genetik und intensiven Grundfarbe etwa 800 Euro* wert.



Schwanzabwurf - Regenerat

Leopardgeckos haben die Möglichkeit bei Gefahr ihren Schwanz abzuwerfen. Diese Fähigkeit wird als Autonomie bezeichnet. Der Schwanz zuckt nach dem Abwurf noch einige Minuten um den Räuber abzulenken, damit der Gecko flüchten kann. Er wächst dann binnen ca. 3 Monaten wieder nach, jedoch meistens nur verkürzt und rübenförmig.

Wirft ein Leopardgecko seinen Schwanz ab, verliert er damit einen Großteil seines Energiespeichers und muss sehr viel Kraft aufwenden, um diesen schnellstmöglich nachzubilden. Am besten ist es das Tier in dieser Zeit einzeln zu halten und es besonders reichhaltig zu ernähren, bis der Schwanz nachgewachsen ist. Ebenso sollte man mit betroffenen Weibchen in dieser Zeit nicht züchten da sie nicht die nötige Energie dafür haben und speichern können.



Verständigung und Lautäußerungen


Leopardgeckos verständigen sich für den Menschen nicht hörbar. Nur in, für sie unanagenehmen Situationen, geben sie für uns hörbare Geräusche von sich. Besonders junge Leopardgeckos sind in der Lage, hohe Kreischtöne auszustoßen, um sich bei Gefahr zu verteidigen. Wer diese Töne das Erste Mal hört, wird vielleicht etwas erschrecken, da man einem Tier wie diesem keine Töne dieser Art zutraut. Je älter der Leopardgecko wird, desto seltener werden die Töne. Sie verändern sich außerdem und ähneln mehr einem kurzen Quaken.



Farbveränderung durch Haltungsbedingungen


Die Temperatur im Terrarium beeinflusst bei vielen Zuchtformen die Farbgebung der Haut. Bei wärmeren Temperaturen ist der Leopardgecko heller gefärbt als bei kühleren Temperaturen. Hier 2 Beispiele:

Ein junger Mack Snow Tremper Eclipse bei Haltung in einer wärmeren Umgebung.

Das gleiche Tier etwas später, bei Haltung in einer kühleren Umgebung.

Ein W&Y als Jungtier

Das selbe Tier 2 Jahre später nach einem Besitzerwechsel.
Es sieht aus wie ein Enigma.



Geschlechtsunterschiede


Das Geschlecht eines Leopardgeckos kann man etwa ab 10g sicher erkennen. Geübte Züchter schaffen dies mit einer Lupe schon viel früher.
Wenn junge Leopardgeckos verkauft werden, kann man es schon deutlicher erkennen und eine Verwechslung ist i. d. R. ausgeschlossen. Trotzdem kommen immer wieder fehlerhafte Bestimmungen vor und unverständlicher Weise auch bei adulten Tieren.
Hier habt ihr sehr deutliche Bilder, womit ihr das Geschlecht selbst bestimmen könnt.

Weibchen (0.1)

Das Weibchen hat eine kleinere Gestalt als das Männchen sowie einen schmäleren Kopf und Nacken. Der Schwanz ist in dessen Mitte rundlich geformt.
Auch die Weibchen besitzen Präanalporen die V-förmig über der Kloake erkennbar sind. Jedoch sind diese kaum sichtbar.



Männchen (1.0)

Das Männchen besitzt größere, deutlich erkennbare Präanalporen. Diese sondern einen Duftstoff ab, mit dem es sein Revier makiert. Beim Männchen ist deutlich der Hemipenis in Form von zwei nebeneinader liegenden Schwellungen unterhalb der Kloake zu erkennen. Der Schwanz ist nicht so stark verbreitert wie beim Weibchen.



Hier eine vergrößerte Darstellung der Präanalporen beim Männchen.

 

In der Mitte der Hautfalte liegt die Kloake.

Darunter ist sehr deutlich der Hemipenis zu erkennen.

Überhalb der Kloake sieht man die leicht V-förmig angeordneten Präanalporen.


Kurzbezeichnungen der Geschlechter
Die Zahlen hinter den Geschlechtern haben folgende Bedeutung:

1.0 = Männchen

0.1 = Weibchen

(0).1.0 = auf Männchen inkubiert (Geschlecht noch nicht erkennbar)

(0).0.1 = auf Weibchen inkubiert (Geschlecht noch nicht erkennbar)

0.0.1 = Geschlecht unbekannt

 

Zwei Beispiele:

3.7.2 bedeutet: 3 Männchen, 7 Weibchen und 2 Tiere mit unbekannten Geschlecht.

(0).5.3 bedeutet: 5 Tiere auf Männchen und 3 auf Weibchen inkubiert. Geschlechter noch nicht zu erkennen.


Verhalten Leo zu Leo ♀♂


Weibchen  - ♀ Weibchen
Weibchen sind normalerweise sehr tolerant gegenüber Artgenossen. Sie nutzen gemeinsam Verstecke und Sonnenplätze. Heiß gezeitigte Weibchen (bei 33C° inkubiert) sind aggressiv und sehr dominant gegenüber ihren Artgenossen.

Männchen ♂ - ♀ Weibchen

Männliche Leopardgeckos vertragen sich recht gut mit ihren weiblichen Artgenossen, setzen Diese aber während der Paarungszeit sehr unter Druck, weshalb sie getrennt von ihnen gehalten werden sollten. Einer stressbedingten Legenot wird so vorgebeugt.

Männchen ♂ -  Männchen

Wenn sich 2 geschlechtsreife Männchen begegnen beginnen diese sofort, sich gegenseitig zu attackieren und führen oft erbitterte Kämpfe, die bis hin zum Tod führen können. 2 männliche Tiere in einem Terrarium = NO GO!!!


 

Jungtier - Jungtier
Jungtiere können bis zum sicheren Erkennen des Geschlechtes (15g) zusammen, in kleinen Gruppen, mit gleich großen Tieren großgezogen werden (max 3g Unterschied). Danach sollten sie getrennt werden, da Männchen bereits mit 4 Monaten und etwa 20g geschlechtsreif werden.
Die jungen Männchen sind ebenfalls zu trennen, da sie ab Eintritt der Geschlechtsreife aggressiv zueinander werden.

 

Jungtiere - Erwachsene
Jungtiere sollten keinesfalls zu adulten Tieren gesetzt werden. Sie werden als Futter angesehen oder unterdrückt, so dass sie verhungern.
Vor einer Vergesellschaftung müssen betreffende Tiere in etwa gleich groß und gleich schwer sein -> Jungtier zu Jungtier, max. 3g Unterschied, Adult zu adult, max. 5g Unterschied sind der mögliche Spielraum.

 

Junge Erwachsene - Alte Erwachsene

Junge Erwachsene kann man in der Regel zu älteren Tieren setzen. Bei Weibchen zu Männchen bitte darauf achten, dass das Weibchen mind 50g hat und 2 Jahre alt ist!

Ältere, erfahrene Tiere sind oft dominant und unterdrücken das neue, unerfahrene Tier. Dieses zieht sich dann oft in die Wetbox zurück und bleibt dort die meißte Zeit.



Verhalten bei Handhabung und Bedrohung


Ein Leopardgecko sollte von sich aus auf die offene Handfläche klettern. Um einen Gecko so zahm zu bekommen, ist viel Geduld nötig. Erreichen kann man dies z.B. mit der Fütterung. Wenn man immer zur gleichen Uhrzeit füttert, dann kommen die Tiere irgendwann von selber aus ihren Verstecken und erwarten einen schon hungrig an der Scheibe. Ist dieser Punkt erreicht, kann man versuchen den Gecko mit einem Futterinsekt auf die Handfläche zu locken. Irgendwann wird er die Handfläche mit Futter in Verbindung bringen und von selbst hinaufklettern.

Beherzt zugreifen geht natürlich auch und wird häufiger angewendet. Das erfordert eine gewisse Kenntnis vom Tier und dessen Reaktion darauf. Scheue Tiere sollte man nicht einfach greifen wegen der Gefahr des Schwanzabwurfes. Wenn man einen Leopardgecko aus dem Terrarium nimmt, muss man bedenken, dass selbst der zahmste Gecko flink wie ein Wiesel sein kann und sich durch einen unvorhergesehenen Sprung aus der Hand schwer verletzen oder sogar töten kann. Am Besten umgreift man das Tier von oben und hält dann die andere Hand unter das Tier damit es die Beine aufsetzen kann. Die meißten Geckos halten dadurch still um ersteinmal die Lage zu prüfen und wehren sich dann plötzlich. Diese Zeit sollte aber zum Umsetzen des Tieres ausreichen. Was Leopardgeckos gar nicht mögen sind Berührungen von oben, besonders am Schwanzansatz. Darauf folgt meißt ein Katzenbuckel mit Fluchtreflex nach Vorne.

Wenn sich Leopardgeckos bedroht fühlen strecken sie ihre Beine durch, schwingen ihren Schwanz und biegen ihren Rücken zum Katzenbuckel, um möglichst groß zu wirken. Unter Umständen geben sie dabei ein quakenden oder knarrenden Ton ab, der jedoch vorwiegend von Jungtieren ausgestossen wird.

Zeigt dieses Abwehrverhalten nicht den gewünschten Erfolg, springen die Tiere auf die Gefahr zu und beißen den Angreifer. Jungtiere sind hier besonders unerschrocken und gehen schnell in die Vollen.
Aufpassen! Nicht selten endet eine längere Reizung mit einem Schwanzabwurf!

Ein Biss tut weh!
Adulte Leopardgeckos haben sehr kräftige, scharfe Kieferkanten, mit denen sie im schlimmsten Fall schmerzhafte und blutende Wunden verursachen können. Bringt man z.B. 2 adulte Männchen versehentlich zusammen und will das raufende Pack dann trennen, kann das für Mensch und Tier schnell böse enden. Allein ein fremder Männchen- Geruch an der Hand reicht während der Paarungszeit aus, um gebissen zu werden.
Ein Biss muss nocht unbedingt böse gemeint sein. So ein zappelnder Finger sieht einem Insekt manchmal sehr ähnlich :-)


Der Leopardgecko und andere Haustiere


Leopardgeckos lassen sich durch andere Haustiere normalerweise nicht stören da Terrarien sowieso meißt in einer, für andere Tiere unerreichbaren Höhe aufgestellt sind.

Wenn es da nur nicht Katzen gäbe....

Die Katze, der Natur nach Jäger, ist natürlich sehr interessiert an diesen kleinen, herumlaufenden Opfern.

Sie lauert regelrecht vor dem Terrarium und verfolgt die Geckos oft mit aggressiven Attacken gegen die Terrarienscheiben. Das ist natürlich purer Stress für die Tiere und es muss eine Lösung her.

 

Generell gilt:

Halten Sie das Terrarium fest verschlossen und sichern Sie es mit einem Terrarienschloss denn auch Leopardgeckos können ausbrechen.

Sperren sie bei der Reinigung und zu den Fütterungszeiten die Katze aus dem Zimmer. Sie nutzt nämlich jede Unaufmerksamkeit des Menschen, um ins Terrarium zu hüpfen und sich an den Bewohnern zu vergreifen. Die Attacken der Katze enden meißt tödlich für den Gecko.

Zu den typischen Verletzungen zählen Bisswunden im Bauchbereich da hier die Haut am Dünnsten ist.

Im besten Falle erleidet das Tier ''nur'' einen Schwanzabwurf und einen gehörigen Schrecken.